Rinderbestand in Sachsen-Anhalt leicht gestiegen

Rinder
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Überwiegend Milchkühe in Sachsen-Anhalt 

Halle/StatLa. Zum Stichtag 3. Mai 2026 wurden nach Auswertung des Herkunfts- und Informationssystem Tier (HIT) in Sachsen-Anhalt insgesamt 258.589 Rinder in 2.609 Haltungen erfasst. Gegenüber dem Vorjahresstichtag entsprach dies einem Anstieg des Rinderbestandes binnen eines Jahres um 4.598 Tiere bzw. 1,8 %. Gleichzeitig verringerte sich die Zahl der Rinderhaltungen von 2.701 auf 2.609 Haltungen und damit um 3,4 %.

Über 1/3 der Tiere waren Milchkühe

Den Hauptanteil der Rinderbestände machten mit 36,8 % die Milchkühe aus. Deren Anzahl stieg gegenüber dem Vorjahr von 93.448 auf 95.039 Tiere. Dies entsprach einem Zuwachs um 1.591 Tiere bzw. 1,7 %. Deutlich erhöht hat sich die Zahl der Kälber und Jungrinder bis zu einem Jahr. Mit 74.110 Tieren lag ihr Bestand um 6.080 Tiere bzw. 8,9 % über dem Vorjahreswert von 68.030 Tieren. Dagegen verringerte sich der Bestand der Rinder im Alter von mehr als einem Jahr bis unter 2 Jahren. Am 3. Mai 2026 wurden in dieser Altersgruppe 51.476 Tiere gezählt. Im Vorjahr waren es noch 53.495 Tiere, was einen Rückgang um 3,8 % (-2.019 Tiere) bedeutete.

Rinderrasse Holstein-Schwarzbunt am verbreitetsten in Sachsen-Anhalt

Die Milchnutzungsrassen dominierten mit insgesamt 176.375 Tieren den Rinderbestand. Innerhalb dieser Gruppe stellte die Rasse Holstein-Schwarzbunt mit 165.059 Tieren den weitaus größten Anteil. Damit gehörten 93,6 % aller Milchnutzungsrinder dieser Rasse an. Auf Fleischnutzungsrassen entfielen 70.669 Tiere, während 11.545 Tiere den Doppelnutzungsrassen zugeordnet wurden.

Mehrzahl der Rinder in Haltungen mit einer Herdengröße von 500 Tieren und mehr

Die Rinderhaltung ist weiterhin stark von größeren Beständen geprägt. In Betrieben mit einer Herdengröße von 500 und mehr Tieren wurden 141.807 Rinder gehalten, was einem Anteil von 54,8 % am gesamten Rinderbestand entsprach.

Von den landesweit insgesamt 258.589 Rindern entfiel ein Großteil auf die Altmark. So verzeichneten der Altmarkkreis Salzwedel (48.424) und der Landkreis Stendal (47.142) die höchsten Tierzahlen in Sachsen-Anhalt. Beide Landkreise vereinen damit mehr als 1/3 des gesamten Bestandes.

Methodische Hinweise
Die Erhebung der Rinderbestände ist eine Stichtagserhebung. Stichtage sind jeweils der 3. Mai und der 3. November. Die Erhebung der Rinderbestände ist eine Sekundärstatistik. Die Ergebnisse werden aus der HIT-Datenbank gewonnen. Die Auswertung der Datenbank erfolgt jeweils vier bis fünf Wochen nach dem Erhebungsstichtag. Dieser Zeitraum ist notwendig, damit alle zum Stichtag relevanten Informationen in der Datenbank vorliegen.