Warnstreik im öffentlichen Dienst: ver.di ruft zu Arbeitsniederlegung und Demo in Halle auf

Warnstreik
© H@llAnzeiger

Halle/verdi. Im Rahmen der laufenden Tarifrunde der Länder (TdL) ruft die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes für Dienstag, den 10. Februar 2026, zu einem ganztägigen Warnstreik auf.

Von der Arbeitsniederlegung betroffen sind unter anderem die Landesverwaltungen, die Martin-Luther-Universität, die Hochschule Merseburg, das Universitätsklinikum Halle sowie die Franckeschen Stiftungen.

Die Beschäftigten der Länder fordern von den Arbeitgebern in der TdL u. a. die Erhöhung der Tabellenentgelte der Beschäftigten um 7 %, mindestens aber um 300 Euro monatlich, die Erhöhung der Entgelte der Auszubildenden, Dual Studierenden und Praktikant*innen um 200 Euro monatlich, die unbefristete Übernahme in Vollzeit der Auszubildenden und Dual Studierenden nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung sowie die Tarifierung der Arbeitsbedingungen der studentischen Beschäftigten. Zusätzlich erwarten die Beschäftigten die Angleichung der Kündigungsschutzrechte Ost an West.

“Die Kolleginnen und Kollegen im öffentlichen Dienst der Länder leisten täglich unverzichtbare Arbeit für die Gesellschaft. Sie haben Anspruch auf eine faire Bezahlung und Wertschätzung ihrer Arbeit”, erklärt Johannes Mielke, stellv. Bezirksgeschäftsführer.

Im Rahmen des Warnstreiks findet am 10. Februar 2026 ab 10.30 Uhr eine Demonstration durch die Innenstadt von Halle statt. Startpunkt ist die Konzerthalle Ulrichskirche, die von der Gewerkschaft an diesem Tag ab 8.00 Uhr als Streiklokal genutzt wird.

Mit dieser Maßnahme erhöhen die Gewerkschaften den Druck auf die Arbeitgeber, in den Tarifverhandlungen zu bisher fehlenden konkreten und akzeptablen Angeboten zu kommen.