Saalekreis: Landrat Czekalla ruft zur Grippeschutz-Impfung auf

Foto: Landkreis Saalekreis.

Merseburg/LKS. Landrat Sven Czekalla ließ sich heute im Gesundheitsamt des Saalekreises gegen Grippe impfen, um als gutes Beispiel voranzugehen und ruft zur Grippeschutzimpfung auf: „Die Grippeschutzimpfung ist die wichtigste und wirksamste Maßnahme, um sich vor einer Erkrankung und schweren Komplikationen zu schützen. Mit einer Impfung schützen Sie nicht nur sich selbst, sondern auch andere.“

Influenza ist eine durch Viren ausgelöste akute Krankheit. Sie kann ernst bis lebensbedrohlich verlaufen. Jährlich erkranken in Deutschland 4 – 16 Millionen Menschen. Die Grippe fordert jedes Jahr Tausende Opfer – in schweren Jahren starben über 20.000 Menschen. Eine Grippewelle bedeutet eine hohe Belastung für das Gesundheitssystem mit mehreren Millionen Arztbesuchen und bis zu über 5 Millionen Krankschreibungen.

Grippe wird durch Tröpfcheninfektion und Kontakte mit kontaminierten Oberflächen übertragen. Symptome sind Kopf-, Hals- und Gliederschmerzen, Fieber und Erschöpfung. Sie kann eine Lungenentzündung, Herzerkrankungen mit kardiovaskulären Folgen bis hin zum Herzinfarkt und bei Kindern Mittelohrentzündungen auslösen.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) ruft insbesondere folgende Gruppen zur Impfung auf, da bei ihnen das Risiko für schwere Verläufe am höchsten ist:

  • Menschen ab 60 Jahren und Personen in Einrichtungen mit viel Publikumsverkehr
  • Schwangere sowie Menschen mit chronischen Grunderkrankungen (z. B. Asthma, COPD, Herz-Kreislauf-Erkrankungen)
  • Medizinisches und pflegerisches Personal
  • Personen mit Kontakt zu Tieren (insbesondere Geflügel, Wildvögel oder Schweine), um gefährliche Virus-Mischungen zu verhindern

Eine Auffrischung ist jedes Jahr erforderlich, da der Grippevirus sich ständig wandelt. Es wird empfohlen, die Impfung bis Mitte Dezember durchzuführen, um den vollen Impfschutz vor dem Höhepunkt der Grippewelle zum Jahreswechsel zu bekommen.

Der Impfstoff in diesem Jahr schützt vor drei zirkulierenden Influenza-Virustypen (H1N1, H3N2 und der Victoria-Linie). Es handelt sich um einen Totimpfstoff, sodass keine Grippe durch die Impfung ausgelöst wird. Gelegentlich kann es zu Rötungen, leichtem Fieber oder Kopfschmerzen kommen. Für Allergiker steht ein hühnereiweißfreier Impfstoff zur Verfügung und Kinder können die Impfung über ein schmerzfreies Nasenspray durchführen lassen.