Baumpflanzaktion in der Dölauer Heide

Baumpflanzung
© H@llAnzeiger

Halle/PSt. 7.330 neue Bäume sollen am Samstag, 31. Oktober 2026, in der Dölauer Heide gepflanzt werden und den Stadtwald für die Zukunft stärken. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, mit anzupacken.

Die Dölauer Heide ist Halles grüne Lunge – ein wertvoller Naturraum, der das Stadtklima positiv beeinflusst und zur Lebensqualität in Halle (Saale) beiträgt. Doch wiederkehrende Trockenperioden setzen dem Wald zu. Umso wichtiger ist es, geschädigte Flächen aufzuforsten und den Stadtwald fit für die Zukunft zu machen. Deshalb laden die Stadt Halle (Saale) und die Saalesparkasse gemeinsam mit der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald am Samstag, 31. Oktober 2026, zur großen Baumpflanzaktion ein. Abermals findet die Aktion im Nachklang zum Tag der Deutschen Einheit statt. Die Stadt hatte erstmals im Jahr 2019 zu einer Baumpflanzaktion anlässlich des 3. Oktober eingeladen.

  • Wann: Samstag, 31. Oktober 2026
  • Treffpunkt: 9.30 Uhr, Parkplatz/Spielplatz der Heideranch, (Am Heidesee 4 | 06126 Halle)
  • Beginn der Pflanzung: 10 Uhr
  • Weitere Parkmöglichkeiten: Öffentlicher Parkplatz (Am Heidesee 1 | 06126 Halle)
  • Pflanzfläche: Oberhalb Spazierweg „Am Heideseebad“, gemeinsam gut zu Fuß erreichbar
  • Bitte mitbringen: Einen Spaten. Handschuhe werden vor Ort zur Verfügung gestellt.
  • Anmeldung: Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Einfach vorbeikommen und mithelfen!
  • Verpflegung: Ein kleiner Imbiss und Getränke stehen für alle Helferinnen und Helfer bereit.

Gemeinsam sollen auf einer rund ein Hektar großen Lichtung neue Baumstecklinge gepflanzt werden. Alle Helferinnen und Helfer treffen sich zunächst um 9.30 Uhr auf dem Parkplatz an der Heideranch. Von dort geht es gemeinsam zu Fuß zur Pflanzfläche entlang des Spazierwegs „Am Heideseebad“. Nach der Begrüßung durch Halles Oberbürgermeister Dr. Alexander Vogt, Anne-Katrin Blisse, Landesgeschäftsführerin der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, und den Vorstandsvorsitzenden der Saalesparkasse, Dr. Jürgen Fox, übernehmen Rocco Siersleben, Teamleiter Forsten der Stadt Halle, und Sophie Richter, städtische Revierförsterin, die fachliche Einweisung. Anschließend heißt es: Ärmel hochkrempeln! Insgesamt 7.330 Bäume stehen für die Pflanzaktion bereit. Der sandige Boden ist locker und bereits für die Pflanzung vorbereitet. Gepflanzt werden Gemeine Waldkiefern, Schwarzkiefern, Elsbeeren und Mehlbeeren.

Oberbürgermeister Dr. Alexander Vogt: „Es ist wunderbar, dass wir auch in diesem Jahr die Tradition anlässlich des Tages der Deutschen Einheit fortsetzen können: Zum siebenten Mal schon greifen wir gemeinsam zum Spaten – und zum wiederholten Mal haben wir auch die Saalesparkasse an unserer Seite. Das ist mehr als eine schöne Tradition. Das ist gelebte Gemeinschaft! Jeder Baum, den wir pflanzen, wird wachsen, Schatten spenden, Sauerstoff produzieren. Hier entsteht etwas. Nicht virtuell, nicht flüchtig – sondern handfest und für Generationen. Unser Stadtwald wird grüner, unsere Stadt ein Stück lebenswerter. Ich danke allen, die beim Pflanzen anpacken, und unseren Partnern Saalesparkasse und der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald für die logistische und finanzielle Unterstützung.“

Dr. Jürgen Fox, Vorstandsvorsitzender der Saalesparkasse: „Unsere Region liegt uns am Herzen – gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern setzen wir ein starkes Zeichen für Nachhaltigkeit und regionale Verbundenheit. Wir hoffen wieder auf so gute Resonanz wie im letzten Jahr. Wenn Jung und Alt gemeinsam für das Gemeinwohl anpacken, ist das alles andere als selbstverständlich. Solche Tage zeigen, wie viel wir miteinander bewegen können. Und am Ende geht es nicht nur ums Ziel, 7.000 Bäume zu pflanzen, sondern vielmehr auch um das gute Gefühl, gemeinsam etwas bewirkt zu haben.“

Bereits seit sechs Jahren unterstützt die Saalesparkasse die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, die die Pflanzaktion gemeinsam mit der Stadt vor Ort organisiert. Auch 2026 stellt das Kreditinstitut dafür 100.000 Euro zur Verfügung. Die Spende ermöglicht die Aufforstung in der Dölauer Heide, stellt die Nachsorge der Pflanzungen, auch aus den Vorjahren, sicher und ermöglicht den praktischen Einsatz der vielen freiwilligen Helferinnen und Helfer.

Hintergrund
Wo am letzten Oktoberwochenende neue Bäume gepflanzt werden, stand bis 2019 noch ein dichter Kiefernbestand. Trockenheit und Borkenkäferbefall setzten den Bäumen jedoch so stark zu, dass die Fläche ihren Bestand verlor. Nun soll hier Schritt für Schritt ein neuer, widerstandsfähiger Wald entstehen.
Den größten Anteil der Pflanzung machen Gemeine Waldkiefern aus. Sie sind für den Standort typisch und kommen mit den sandigen Böden gut zurecht. Ergänzend werden Schwarzkiefern gepflanzt, die noch trockenheitstoleranter sind. Da es sich bei ihnen um eine nicht heimische Baumart handelt, soll ihr Anteil auf zehn Prozent begrenzt bleiben. Elsbeeren und Mehlbeeren ergänzen die Pflanzung als heimische Laubbaumarten. „Zehn bis 15 Jahre dauert es etwa, bis daraus ein dichter Jungwald mit etwa zwei bis 2,50 Meter hohen Bäumen wächst“, erklärt Rocco Siersleben, Teamleiter Forsten der Stadt Halle. Dass die jungen Bäume vergleichsweise dicht gepflanzt werden, ist dabei durchaus beabsichtigt: So lassen sich Ausfälle ausgleichen. Zugleich fördert die Konkurrenz um Licht und Platz das Höhenwachstum der Bäume.