Halle/StatLa. In Sachsen-Anhalt wurden 2025 von den 983,4 Tsd. Erwerbstätigen insgesamt 1.340,3 Mio. Arbeitsstunden geleistet, das waren 26,7 Mio. Stunden weniger als im Vorjahr. Die durchschnittliche jährliche Pro-Kopf-Arbeitszeit betrug 1 363 Stunden, 27 Stunden mehr als im Bundesdurchschnitt.
Wie das Statistische Landesamt nach neuesten vorläufigen Berechnungen des Arbeitskreises Erwerbstätigenrechnung der Länder mitteilt, verringerte sich das gesamtwirtschaftliche Arbeitsvolumen, welches die tatsächlich geleistete Arbeitszeit aller Erwerbstätigen am Arbeitsort umfasst, 2025 gegenüber 2024 um 2,0 % (Vorjahr: +0,3 %). Die Zahl der Erwerbstätigen nahm in diesem Zeitraum um 6,2 Tsd. Personen (-0,6 %) auf 983,4 Tsd. Personen ab (Vorjahr: -0,2 %).
Pro-Kopf-Arbeitszeit gesunken
Durchschnittlich arbeitete jede erwerbstätige Person in Sachsen-Anhalt 1 363 Stunden, 18 Stunden weniger als 2024. Die Selbstständigen und mithelfenden Familienangehörigen hatten mit 1.770 Stunden eine deutlich höhere Pro-Kopf-Arbeitszeit als die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit 1.331 Stunden.
Verursacht wurde dieser Rückgang u. a. durch die Zunahme der Teilzeitbeschäftigung bei gleichzeitiger Abnahme der Vollzeitbeschäftigung. 2025 standen außerdem 2 Arbeitstage weniger zur Verfügung.
Rückgang in allen Wirtschaftsbereichen
Die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden entwickelte sich in allen Wirtschaftsbereichen rückläufig. In der Land- und Forstwirtschaft, Fischerei (-4,3 %) und im Produzierenden Gewerbe (-3,8 %) gab es die höchsten prozentualen Rückgänge. Auch in den Dienstleistungsbereichen (-1,2 %) sank die Zahl.
Die meisten Arbeitsstunden pro Kopf wurden im Baugewerbe mit 1 515 Stunden geleistet. Am kürzesten war die durchschnittliche jährliche Pro-Kopf-Arbeitszeit dagegen in den Dienstleistungsbereichen (1.327 Stunden), in denen Teilzeitarbeit und marginale Beschäftigung eine größere Rolle spielen.