Halle/StatLa. Auch im September stiegen die Verbraucherpreise in Sachsen-Anhalt rasant an. Mit einer Jahresteuerung von 3,4 % stiegen im zurückliegenden Monat die Preise ähnlich stark an wie im Dezember 2023 (damals 3,5 %). Für Waren und Dienstleistungen mussten Verbraucherinnen und Verbraucher im September 2026 durchschnittlich 0,5 % höhere Preise zahlen als noch im Vormonat August. Der Verbraucherpreisindex stieg damit auf einen neuen Allzeithöchstwert von 128,4 (Basis 2020 = 100).
Verkehrssektor mit größten Preisentwicklungen
Im Jahresvergleich waren insbesondere Autofahrerinnen und Autofahrer von verbrennermotorisierten Fahrzeugen stark von den Kraftstoffpreisen betroffen. Neben Dieselkraftstoff (+43,3 %) und Superbenzin (+34,2 %) verteuerten sich ebenfalls die Preise für Motoröl und andere Schmierstoffe (+13,8 %).
Auch die Preisentwicklung für andere Waren und Dienstleistungen trieb die Inflation in die Höhe (+4,4 %). Ursächlich dafür sind gestiegene Kosten für Versicherungsdienstleistungen für Reise und Gepäck (+35,4 %), Reparatur einer Uhr oder von Schmuck (+11,8 %) oder Schmuck (+10,9 %). Außerdem stiegen die Preise für alkoholische Getränke und Tabakwaren (+4,2 %) im Vergleich zum September 2025.
Bekleidung und Schuhe deutlich teurer
Bereits im Vormonat stiegen die Preise für Bekleidung und Schuhe moderat um 0,2 % zum Vormonat an. Im September mussten Verbraucherinnen und Verbraucher saisonbedingt nun deutlich tiefer für entsprechende Artikel in die Tasche greifen (+5,3) als noch im August. Stiegen die Preise für Schuhe noch moderat um 1,5 %, verteuerten sich Bekleidungsartikel überdurchschnittlich um 6,1 %. Innerhalb dieser Gruppe verteuerten sich nahezu alle Unterkategorien: Bekleidung für Kinder wurde 9,2 % teurer verkauft, Bekleidungszubehör kostete 6,9 % mehr. Sowohl Bekleidung für Damen (+6,6 %) als auch für Herren (+4,7 %) wurden spürbar teurer.