Kreislauferkrankungen auch 2025 häufigste Todesursache in Sachsen-Anhalt

Trauer
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Halle/StatLa. Im Jahr 2025 starben in Sachsen-Anhalt laut Todesbescheinigung 13.132 Frauen und Männer an einer Krankheit des Kreislaufsystems. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, waren Kreislauferkrankungen damit weiterhin die häufigste Todesursache. Ihr Anteil an allen Todesfällen sank gegenüber dem Vorjahr jedoch um 0,7 Prozentpunkte auf 37,7 %.

Innerhalb dieser Krankheitsgruppe entfielen 35,0 % auf ischämische Herzkrankheiten und 27,7 % auf sonstige Formen der Herzkrankheit. Zu den ischämischen Herzkrankheiten zählen unter anderem die chronisch ischämische Herzkrankheit, an der 3 007 Menschen starben, sowie der akute Myokardinfarkt mit 1 547 Todesfällen.
Bei den sonstigen Formen der Herzkrankheit waren Herzinsuffizienz mit 1 570 Todesfällen sowie Vorhofflimmern und Vorhofflattern mit 908 Verstorbenen die häufigsten Diagnosen.

Zweithäufigste Todesursache bleibt Krebs in Sachsen-Anhalt

Die zweithäufigste Todesursache waren 2025 bösartige Neubildungen, also Krebserkrankungen. Daran starben 8.235 Menschen, 197 mehr als im Vorjahr. Der Anteil der Krebstodesfälle an allen stieg geringfügig um 0,1 Prozentpunkte auf 23,6 %. Am häufigsten führten Lungenkrebs (1.532 Fälle), Bauchspeicheldrüsenkrebs (742 Fälle) und Brustkrebs (566 Fälle) zum Tod.

Im Februar und März die meisten Todesfälle durch Grippe und Pneumonie

Krankheiten des Atmungssystems waren in 2.293 Fällen todesursächlich. Dies waren 6,6 % aller Verstorbenen und entsprach einem Anstieg um 0,8 Prozentpunkte beziehungsweise 295 Todesfällen gegenüber dem Vorjahr. Knapp die Hälfte der Todesfälle aufgrund von Atemwegserkrankungen (49,4 %) entfiel auf chronische Erkrankungen der unteren Atemwege.

Bei 36,3 % der Todesfälle durch Krankheiten des Atmungssystems wurden Pneumonien oder Grippe als Todesursache festgestellt. Insgesamt starben 574 Menschen an einer Lungenentzündung und 259 an Grippe. Die meisten Todesfälle in diesem Zusammenhang wurden erwartungsgemäß im Februar mit 165 Fällen und im März mit 142 Fällen verzeichnet. Die wenigsten Todesfälle gab es im September mit 27 Fällen.

Demenzerkrankungen häufigste Todesursache bei psychischen und Verhaltensstörungen

Der Anteil der Verstorbenen aufgrund psychischer und Verhaltensstörungen lag 2025 bei 5,4 %. Damit erhöhten sich diese gegenüber dem Vorjahr um 0,6 Prozentpunkte. Insgesamt wurden 1.899 Todesfälle dieser Gruppe zugeordnet. Darunter waren 1.625 Todesfälle bzw. 85,6 % auf Demenzerkrankungen – ausgenommen Alzheimer-Krankheit – zurückzuführen. Weitere 11,0 % standen im Zusammenhang mit Alkoholkonsum.

Leichter Rückgang bei nichtnatürlichen Todesursachen

1.449 Menschen starben an nichtnatürlichen Ursachen. Dazu zählten unter anderem Unfälle mit 1.021 Todesfällen und Suizide mit 320 Fällen. Insgesamt waren dies 54 Todesfälle beziehungsweise 0,2 Prozentpunkte weniger als 2024.