Saalekreis: Vertragsunterzeichnung für weiteren Breitbandausbau

Foto: Landkreis Saalekreis.

Merseburg/LKS. Im Beisein von Dezernentin Sabine Faulstich und Sandra Beichert, Ministerium für Infrastruktur und Digitales, wurde heute der Vertrag für den weiteren Breitbandausbau durch die Mitteldeutsche Gesellschaft für Kommunikation mbH (MDDSL mbH) von Geschäftsführer Andreas Riedel unterzeichnet. Vorab war der Vertrag bereits von Landrat Hartmut Handschak unterschrieben worden.

„Die Unterzeichnung des heutigen Vertrages ist ein wichtiger nächster Meilenstein, unseren Landkreis zukunftsfähig auszugestalten, denn die Digitalisierung schreitet immer weiter voran. Mit der neuen Förderrichtlinie des Landes Sachsen-Anhalt erreichen wir somit Schritt für Schritt den flächendeckenden Ausbau digitaler Infrastrukturen für die Bürgerinnen und Bürger im Saalekreis“, betonte Sabine Faulstich.

Mit der Unterzeichnung können über den geförderte Breitbandausbau mehr als 1.000 Adressen in den Gemeinden Landsberg und Wettin-Löbejün mit Glasfaser versorgt werden. Die Adressen wurden im Rahmen eines Markterkundungsverfahren Ende 2024 ermittelt. In Landsberg betrifft dies 669 Adressen in den Ortschaften Obermaschwitz, Peißen, Reußen und Sietzsch. In der Gemeinde Wettin-Löbejün wird der Zugang zu Glasfaser für 393 Adressen in den Ortschaften Domnitz und Schlettau ermöglicht.

„Der beste Weg, die Zukunft vorherzusagen, ist, sie zu erschaffen. Dieses Zitat des ungarischen Nobelpreisträgers Dennis Gabor ist für mich wegweisend. Der technologische Fortschritt, insbesondere im Bereich der Digitalisierung, stellt ein wesentliches Element der Lebensqualität einer modernen Gesellschaft dar. Gerade im ländlichen Bereich müssen wir unseren Bürgerinnen und Bürgern Rahmenbedingungen schaffen, die dazu führen, eine lebenswerte Infrastruktur aufrechtzuerhalten und auszubauen“, so Jens Franke, Bürgermeister der Stadt Wettin-Löbejün.

Die Wirtschaftlichkeitslücke von fast 2,6 Mio. Euro werden zu einhundert Prozent vom Land Sachsen-Anhalt getragen, Kostenträger ist das Ministerium für Infrastruktur und Digitales. Vorab hatte das Land Sachsen-Anhalt am 28. Oktober 2025 die Gigabit-Richtlinie „Grauen-Flecken-Förderung 2025“ beschlossen. Damit wird der Ausbau mit ultraschnellem Internet überall dort unterstützt, wo derzeit noch keine Versorgung mit Bandbreiten von mindestens 300 Mbit/s im Download und 150 Mbit/s im Upload möglich ist. Nach einem Vergabeverfahren mit Kreistagsbeschluss erhielt die MDDSL mbH den Zuschlag für die Umsetzung des geförderten Breitbandausbaus. Der Förderzeitraum endet am 31. Dezember 2029.