Mehr Ausgaben für Sachsen-Anhalts Sportstätten und Bäder im Jahr 2024

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Halle/StatLa. Die Kommunen in Sachsen-Anhalt gaben 2024 für Sportstätten und Bäder insgesamt 143,9 Mio. Euro aus. Das sind +20,6 Mio. Euro gegenüber 2023 und +64,1 Mio. Euro gegenüber 2015. Die Einzahlungen lagen bei 47,1 Mio. Euro (+5,9 Mio. Euro zu 2023, +20,6 Mio. Euro zu 2015).

Da die Ausgaben deutlich höher waren als die Einnahmen, entstand 2024 ein Defizit von 96,8 Mio. Euro – der höchste Wert der letzten Jahre (Zehnjahresdurchschnitt: 69,7 Mio. Euro). Finanziert wird dieses Minus überwiegend aus allgemeinen kommunalen Mitteln wie Schlüsselzuweisungen.

Die Ausgaben verteilten sich 2024 vor allem auf Sach- und Dienstleistungen (34,8 %), Investitionen (32,5 %) und Personal (18,0 %). Insgesamt wurden dafür 50,0 Mio. Euro aufgewendet, darunter 24,6 Mio. Euro für die Bewirtschaftung von Grundstücken und Anlagen, 13,4 Mio. Euro für deren Unterhaltung und 5,9 Mio. Euro für sonstiges unbewegliches Vermögen.

Bei den Einzahlungen dominierten Investitionsmittel (48,2 %) vor privatrechtlichen (21,7 %) und öffentlich-rechtlichen Leistungsentgelten (11,6 %). Insgesamt wurden 46,8 Mio. Euro investiv ausgegeben, denen 22,7 Mio. Euro Einzahlungen gegenüberstanden. Daraus ergibt sich ein Deckungsgrad von 48,5 %. Die Kommunen investierten 40,5 Mio. Euro in Baumaßnahmen, 5,8 Mio. Euro in bewegliche oder immaterielle Güter, 0,3 Mio. Euro in Fördermaßnahmen und 0,2 Mio. Euro in Grundstücke und Infrastruktur.

Rund 10,9 % der Ausgaben wurden durch Entgelte und Kostenerstattungen gedeckt. Diese Einzahlungen beliefen sich auf 15,7 Mio. Euro (davon 5,5 Mio. Euro öffentlich-rechtlich und 10,2 Mio. Euro privatrechtlich).

Die kreisfreien Städte hatten einen Anteil von 32,6 % der Ausgaben und 38,7 % der Einzahlungen. In Magdeburg wurden 27,1 Mio. Euro ausgegeben und 7,4 Mio. Euro eingenommen, in Halle (Saale) 10,1 Mio. Euro bzw. 8,0 Mio. Euro und in Dessau-Roßlau 9,7 Mio. Euro bzw. 2,8 Mio. Euro. Das größte Defizit entstand in Magdeburg (19,6 Mio. Euro), gefolgt von Dessau-Roßlau (6,9 Mio. Euro) und Halle (Saale) (2,0 Mio. Euro).

Die Angaben beziehen sich ausschließlich auf die Produktgruppe 424 (Sportstätten und Bäder); Schul- und Kurbetriebe sind nicht enthalten.