August-Bebel-Platz und Landesmuseum: SPD Halle zum Antrag „Platzfrieden“

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Halle/SPD. Der Stadtrat hat heute einen Antrag der Fraktion FDP/FREIE WÄHLER und der CDU-Stadtratsfraktion: Platzfrieden am August-Bebel-Platz und am Landesmuseum abgelehnt. 

Eric Eigendorf, Vorsitzender der SPD-Fraktion Stadt Halle (Saale), erklärt dazu: „Sicherheit und Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum sind wichtige Anliegen. Klar ist aber auch: Öffentliche Plätze dürfen nicht allein unter dem Blickwinkel von Ordnung und Kontrolle betrachtet werden. Wer Konflikte im Stadtraum nachhaltig lösen will, muss die Lebenslagen junger Menschen differenziert in den Blick nehmen. Dazu gehören Sauberkeit und Ordnung ebenso wie sozialräumliche Prävention, Beteiligung und verlässliche Ansprechpartner vor Ort. Unser Ziel muss sein, öffentliche Räume so zu gestalten, dass sich Anwohnerinnen und Anwohner, Besucherinnen und Besucher sowie junge Menschen gleichermaßen sicher und willkommen fühlen.“

Katharina Kohl, sozialpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, abschließend: „Repressive Verbote sind nie alleine eine Lösung, wir brauchen starke Beziehungsarbeit, aufsuchende Jugendarbeit und Streetwork, damit junge Menschen nicht nur kontrolliert, sondern erreicht und unterstützt werden. Ebenso müssen jugendgerechte Aufenthaltsmöglichkeiten und Beteiligungsformate mitgedacht werden. Ein gutes Beispiel dafür ist unser Antrag zu Freiflächen für die Nachtkultur, dem der Stadtrat im Dezember 2024 zugestimmt hat. Er zeigt, dass Konflikte im öffentlichen Raum nicht allein durch Verbote oder Verdrängung gelöst werden, sondern auch durch geeignete, geordnete und abgestimmte Angebote. Wir erwarten deshalb, dass die Verwaltung das Prüfergebnis zu diesem Antrag zeitnah vorlegt.“