Sparmaßnahmen beim MDR: ver.di fordert verlässliche Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks

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Halle. PSt. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) fordert eine verlässliche Finanzierung sowie einen verantwortungsvollen Umgang mit den angekündigten Sparmaßnahmen im MDR.

Die jüngst bekanntgewordenen Berichte über die Abgabe des ARD-Mittagsmagazins, die Pausierung der Neuproduktion von „Tatort“ und „Polizeiruf 110“, die Abschaltung von „MDR Sputnik“ in der UKW-Ausstrahlung, die Streichung von „MDR um 2“ aus dem linearen TV-Programm, die Reduktion der Social-Media-Aktivitäten um 30 Prozent sowie die Einstellung von Podcasts mit unter 6.000 Hörerinnen und Hörern sind laut ver.di ein massiver Einschnitt in die publizistische Vielfalt des MDR. 

Grund für die Sparmaßnahmen ist die ausgebliebene Rundfunk-Beitragserhöhung zum 01.01.2025. 

ver.di kritisiert, dass die Regierungen der Bundesländer Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen unverantwortliche Unsicherheit für die Beschäftigten schafft und dem Sender einen massiven Spardruck auferlegen. ver.di fordert deshalb eine Rückkehr zur „Rechtsstaatlichkeit“ bei der Rundfunkfinanzierung.

Besonders kritisch sieht ver.di, dass erneut vor allem Inhalte mit regionaler Identität und hoher publizistischer Bedeutung zur Disposition stehen. Produktionen wie „Tatort“ und „Polizeiruf 110“ stehen nicht nur für Unterhaltung, sondern sichern auch Beschäftigung in der regionalen Medien- und Kreativwirtschaft.