Weniger Holzeinschlag in Sachsen-Anhalt im Jahr 2025

Baumstämme
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Im Jahr 2025 wurden in Sachsen-Anhalts Wäldern rund 1.169.700 Kubikmeter Holz eingeschlagen (gefällt). Davon entfielen etwa 242.100 m2 auf sogenanntes Schadholz. Das entspricht einem Anteil von 20,7 % am gesamten Holzeinschlag und liegt damit leicht unter dem Bundesdurchschnitt von 22,1 %.

Insgesamt lag der Holzeinschlag im Jahr 2025 nur bei etwa der Hälfte des Höchstwertes aus dem Jahr 2020, als noch 2.854.100 Kubikmeter Holz eingeschlagen wurden. Damals war der Anteil des ungeplanten Einschlags aufgrund von Waldschäden mit 83,8 % besonders hoch.

Die wichtigste Ursache für Schadholz war im Jahr 2025 Insektenbefall. Dadurch wurden rund 105.800 Kubikmeter Holz eingeschlagen. Das ist knapp halb so viel wie im Jahr zuvor (211.000 Kubikmeter) und deutlich weniger als in den Jahren 2020 (1.761.700 Kubikmeter) und 2021 (1.780.900 Kubikmeter).

Holzarten
Der größte Teil des eingeschlagenen Holzes bestand aus Kiefern und Lärchen: Sie machten 70,2 % (821.700 Kubikmeter) aus.
Weitere 15,4 % (180.700 Kubikmeter) entfielen auf Buchen und anderes Laubholz, wobei Eichen und Roteichen hierbei nicht mitgezählt sind. Eichen und Roteichen allein hatten einen Anteil von 10,2 % am gesamten Holzeinschlag (118.900 Kubikmeter).

Verwendung
Fast die Hälfte des geschlagenen Holzes (48,3 % bzw. 564.900 Kubikmeter) war Stammholz und wurde für die Säge- oder Furnierindustrie vorgesehen. Weitere 43,8 % wurden als Industrieholz genutzt, etwa für die Holzwerkstoff-, Papier- oder Zellstoffindustrie. 5,2 % (60.600 Kubikmeter) dienten als Energieholz. Der restliche Anteil von 31.900 Kubikmetern wurde nicht verwertet.

Angaben: Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt.