Jahresbilanz der Wasserschutzpolizei für das Jahr 2025

Segelboot
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Magdeburg/MI. Die Wasserschutzpolizei des Landes Sachsen-Anhalt ist für mehrere hundert Kilometer Wasserstraßen sowie tausende Hektar Wasserfläche auf Seen zuständig. Entsprechend vielfältig ist ihr Aufgabengebiet.

Im vergangenen Jahr wurden die Polizistinnen und Polizisten zu 78 Rettungseinsätzen (2024: 80) gerufen. Diese standen im Zusammenhang mit hilflosen Personen, Suizidversuchen, Havarien, Unfällen, der Suche nach vermissten Personen und der Bergung von Wasserleichen.

Mit 5.376 Kontrollen der Schifffahrt und der Angelfischerei ist die Einsatz- und Kontrolltätigkeit um rund vier Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen.

Nach dem Höchststand von 38 Schiffsunfällen im Jahr 2023, verzeichnete die Wasserschutzpolizei im vergangenen Jahr mit 19 Unfällen erneut einen Rückgang (2024: 24). Damit haben sich die Schiffsunfälle auf Bundeswasserstraßen und Landesgewässern innerhalb von zwei Jahren halbiert. Nautisches Fehlverhalten und mangelnde Sorgfalt der Fahrzeugführer waren im Jahr 2025 die häufigsten Ursachen für Unfälle.

Im Jahr 2025 leitete die Wasserschutzpolizei insgesamt 816 Ordnungswidrigkeiten und 362 Strafverfahren ein. 

Anstieg von Umweltstraftaten und Diebstählen

Von den eingeleiteten Strafverfahren entfielen 243 Fälle und damit rund 67 Prozent auf Umweltstraftaten. Die Zahl der festgestellten Gewässerverunreinigungen stieg deutlich von 18 auf 33 an. Die Aufklärungsquote bleibt mit 78 Prozent in diesem Deliktsbereich weiterhin sehr hoch. Um diesem Schwerpunkt gerecht zu werden, hat die Wasserschutzpolizei vom 12. bis 18. Mai 2025 zum vierten Mal an den „Bundesweiten Aktionstagen Gewässer- und Umweltschutz“ (BAGU) teilgenommen. Ziel der BAGU ist es, bundesweit gleichzeitig und damit über Ländergrenzen hinweg die Einhaltung umweltrechtlicher Bestimmungen im Bereich der Schifffahrt zu überprüfen und Verstöße konsequent zu ahnden. 

Stark zugenommen haben Diebstähle von Booten und Motoren (2025: 17, 2024: 5). Unter dem Motto „Der Gravierende Unterschied“ bieten die Kolleginnen und Kollegen der Wasserschutzpolizei ganzjährig die Möglichkeit des Gravierens einer individuellen Nummer für Außenbordmotoren an.

Hintergrund
Das Wasserschutzpolizeirevier im Land Sachsen-Anhalt hat Standorte in Magdeburg, Dessau-Roßlau, Haldensleben, Halle (Saale), Havelberg und Zerben. Die Wasserschutzpolizei ist zuständig für ein rund 560 Kilometer langes Netz an Bundeswasserstraßen (Elbe, Saale, Untere Havel-Wasserstraße, Mittellandkanal, Elbe-Havel-Kanal, einschließlich der Nebenkanäle) sowie für Häfen, Lade-, Lösch- und Umschlagstellen. Zum Zuständigkeitsbereich gehören zudem rund 190 Kilometer weitere Flüsse, auf denen die Schifffahrt zugelassen ist, beispielsweise auch jene Abschnitte der Saale, die nicht als Bundeswasserstraße eingestuft sind sowie die Unstrut. Auch Seen mit einer Gesamtausbreitung von rund 6.500 Hektar fallen in die Zuständigkeit der Wasserschutzpolizei, beispielsweise der Arendsee, der Niegripper See, der Große Goitzschesee und der Geiseltalsee.