Sachsen-Anhalt verzeichnet Rückgang des Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2025

Kraftwerk
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Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Sachsen-Anhalt sank im Jahr 2025 preisbereinigt (ohne den Einfluss von Preisveränderungen durch bspw. Inflation) leicht um 0,2 % und entwickelte sich damit schwächer als in Deutschland und Ostdeutschland. Besonders das Produzierende Gewerbe (- 1,8 %) und das Baugewerbe (- 3,0 %) verzeichneten deutliche Rückgänge.

Einen Wachstum gab es hingegen in der Land- und Forstwirtschaft (+ 0,8 Prozent) sowie vor allem im Dienstleistungsbereich (+ 0,9 Prozent), der den größten Anteil an der Wirtschaft hat. Innerhalb der Dienstleistungen entwickelten sich Handel, Information, Kommunikation, Verkehr und Gastgewerbe (+ 2,6 %) besonders positiv, während Finanz- und Unternehmensdienstleistungen zurückgingen (- 1,2 %).

Nominal wuchs das BIP auf 81,8 Mrd. Euro (+ 2,8 %), blieb damit aber hinter dem bundesweiten Wachstum zurück. Die Arbeitsproduktivität stieg leicht um 0,4 %.

Das BIP je Erwerbstätigen lag 2025 in Sachsen-Anhalt bei 83,1 Tsd. Euro und stieg um 3,4 % – stärker als in Deutschland, aber schwächer als in Ostdeutschland ohne Berlin.

Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt/ März 2026.

Die vorliegenden Berechnungsergebnisse resultieren aus der Gemeinschaftsarbeit aller Statistischen Landesämter im Arbeitskreis Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder, dem auch das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt angehört. Die Berechnungsergebnisse des Jahres 2025 haben vorläufigen Charakter. Sie wurden auf Grundlage kurzfristig verfügbarer Wirtschaftsdaten des gesamten Jahres 2025 erstellt und sind aufgrund der noch eingeschränkten länderspezifischen Datenverfügbarkeit für das gesamte Berechnungsjahr mit Unsicherheiten behaftet. Neben ersten Ergebnissen für 2025 wurden außerplanmäßig auch die Ergebnisse bis 1991 zurück neu berechnet.