Halle/UMH. Um in Zukunft optimal auf Pandemien vorbereitet zu sein und diesen widerstandsfähig entgegenzutreten, entsteht an der Universitätsmedizin Halle im Auftrag des Landes Sachsen-Anhalt das erste und einzige Pandemieresilienz-Zentrum (PRZ) in Sachsen-Anhalt.
Am 27. Februar 2026 erfolgte für diesen zentralen Baustein der strategischen Ausrichtung des Landes der Spatenstich für das moderne Labor- und Forschungsgebäude. Dort werden perspektivisch unter anderem das Institut für Medizinische Mikrobiologie und Virologie der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Disziplinen der Krankenversorgung wie die Infektiologie und die Hygiene sowie ein Praktikums- und Ausbildungslabor mit 75 Plätzen ansässig sein.
Das Gebäude entsteht am Standort des Universitätsklinikums Halle (Saale) im Bereich Ernst-Grube-Straße/Kreuzvorwerk. Es wird auf 1,5 unterirdischen und drei überirdischen Geschossen über 2.255m² Nutzfläche verfügen. Der Bau wird dabei auch die umfangreichen Nachhaltigkeitsbemühungen der UMH mitberücksichtigen. Die Stützenbauweise im Rastermaß und die vorgesetzte Fassade aus Aluminium ermöglichen eine flexible Nutzung des Gebäudes, weil es an künftige Nutzungen angepasst werden kann. Des Weiteren sind eine Photovoltaik-Anlage auf dem extensiv begrünten Dach, eine Regenwasserrückhaltung und zahlreiche Pflanzungen von Bäumen und Sträuchern vorgesehen.
Finanziert wird der Bau aus dem Corona-Sondervermögen des Landes Sachsen-Anhalt Anhalt im Rahmen der Pandemiebewältigung mit gut 40 Millionen Euro und soll Ende 2029 fertiggestellt sein.
Neben dem Bauvorhaben der Universitätsmedizin Halle und des Landes Sachsen-Anhalt wird zudem seitens der Stadt Halle die gesamte Kreuzung Weinbergweg/Ernst-Grube-Straße/Kreuzvorwerk zu einem Kreisverkehr umgebaut.