Kommunale Pflegeinfrastruktur: Halle, Dessau und Magdeburg arbeiten gemeinsam an der Weiterentwicklung

Fachbereich Soziales
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Halle/PSt. Im neuen Verbundprojekt „Menschen im Umfeld von Pflege unterstützen durch Integrierte Sozialplanung“ (MUvIS) entwickeln Halle (Saale), Dessau-Roßlau und Magdeburg in den kommenden drei Jahren Strategien, die Pflege- und Unterstützungsangebote an die tatsächlichen Bedarfe in Städten besser anzupassen. Erstmals arbeiten die drei kreisfreien Städte im vom Land Sachsen-Anhalt und den Pflegekassen mit rund 2 Mio. Euro geförderten Modellvorhaben gemeinsam an der Weiterentwicklung der kommunalen Pflegeinfrastruktur. Ziel ist es, frühzeitig Versorgungsbedarfe festzustellen, Angebotslücken in den einzelnen Stadtteilen sichtbar zu machen, um auf dieser Grundlage gezielt Unterstützungsangebote für pflegebedürftige Menschen und ihrem Umfeld zu planen.

Darüber hinaus werden im Rahmen des MUvIS in den drei Städten konkrete Maßnahmen umgesetzt, die Pflegebedürftigen und ihren Familien eine wohnortnahe Beratung ermöglichen und Hilfsangebote im Quartier stärker miteinander vernetzen.

Die Stadt Halle (Saale) etwa erhält für ihr Projekt „Pflege & Pass-Mobil“ im Rahmen des Verbundprojekts rund 1,1 Mio. Euro. Mit dem Mobil wird ein sogenanntes „aufsuchendes Unterstützungsangebot“ für Menschen mit Pflegegrad oder Mobilitätseinschränkungen entwickelt. Ziel ist es, Pflegeberatung sowie Leistungen rund um Ausweise und Meldeangelegenheiten gemeinsam direkt in der eigenen Häuslichkeit, in Pflegeeinrichtungen oder Krankenhäusern anzubieten. Dadurch wird der Zugang zu wichtigen Angeboten der Stadt erleichtert und die gesellschaftliche Teilhabe nachhaltig gestärkt. Bis zum 4. Quartal dieses Jahres soll die Testphase des beginnen. Im „Pflege & Pass-Mobil“ kooperieren die Fachbereiche Soziales und Einwohnerwesen der Stadt.

Erste Ergebnisse und Entwicklungen des Modellvorhabens werden im Rahmen der Verbundtagung im Herbst 2026 in Magdeburg präsentiert.