Halle/PSt. Von dem umfangreichen Technik-Ausfall in der Stadtverwaltung Halle (Saale), bei dem am Dienstag, 27. Januar 2026, zwischen 11.50 und etwa 16.30 Uhr, große Teile der Verwaltungsgebäude ohne Telefonnetz, Internet und an einigen Standorten auch ohne Hausstrom blieben und auch die Erreichbarkeit per E-Mail gestört war, war auch der Bürgerservice betroffen.
Mehr als 620 vereinbarte Termine in allen drei Bürgerservicestellen der Stadt waren betroffen; allein in der Kfz-Zulassungsbehörde konnten 130 Termine und ca. 200 Zulassungsvorgänge von Autohäusern nicht bearbeitet werden.
Um den Terminausfall möglichst rasch zu kompensieren, wurden durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an den Bearbeitungsplätzen die Kontaktdaten registriert, um die Betroffenen am heutigen Mittwoch wegen eines neuen kurzfristigen Termins zu kontaktieren.
Da die Buchung von Terminen über die Internetseite halle.de trotz der internen Störung am Dienstag weiterhin nutzbar war, hat sich ein großer Teil der Bürgerinnen und Bürger aber direkt einen neuen Termin selbst gebucht – derzeit ist dies noch in der laufenden Woche möglich.
In der Abteilung Einreise und Aufenthalt konnten knapp 80 „Terminkunden“ ihre Anliegen nicht vorbringen, hinzu kamen ca. 150 Spontankunden. Ersteren wurde der morgige Donnerstag als Ersatz vorgeschlagen, die Spontankunden sind ebenfalls auf die nächsten Sprechtage verwiesen. Um eine schnelle Abarbeitung zu gewährleisten, wird zusätzliches Personal eingesetzt.
Während der Havarie am Dienstagnachmittag mussten auch in der Abteilung Standesamt und Staatsangehörigkeit 20 vereinbarte Termine (Staatsangehörigkeitsbehörde) und 26 (Standesamt) abgesagt werden. Die Bürgerinnen und Bürger mit Terminen wurden persönlich im Wartebereich empfangen – teilweise aufgrund vorliegender Terminlisten oder durch Anzeige auf dem Handy. Im Rahmen des jeweiligen Gesprächs sind u.a. Unterlagen entgegengenommen und die Anliegen soweit möglich angearbeitet worden. Für die anschließenden Tage wurden individuelle Termine, auch außerhalb der regulären Sprechzeiten, vereinbart oder die Zusendung von Personenstandsurkunden abgestimmt. Die ersten Ersatz-Termine sind bereits heute Morgen wahrgenommen worden.