Halle. PI. Die Polizeiinspektion Halle (Saale) hat am heutigen Freitag, 27.03.2026, die Kriminalitätsstatistik für das Jahr 2025 vorgestellt.
Im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion (kreisfreie Stadt Halle (Saale), Saalekreis, Burgenlandkreis und Landkreis Mansfeld-Südharz) wurden insgesamt 58.437 Straftaten bearbeitet. Das sind 2.200 Fälle weniger als 2024, was einen Rückgang um 3,6 Prozent bedeutet. Bereits im Jahr 2024 ist die Anzahl der registrierten Straftaten im Vergleich zum Vorjahr um 7,7 Prozent gesunken.
Die Aufklärungsquote lag bei 53,5 Prozent. Insgesamt konnten 31.249 Straftaten aufgeklärt werden. Im Jahr 2024 lag die Quote bei 50,4 Prozent mit 30.559 aufgeklärten Fällen. Es ist demnach gelungen, deutlich mehr Tatverdächtige bekannt zu machen und aufgeklärte Fälle an die Staatsanwaltschaft zu übergeben.
Insgesamt wurden zu 31.249 geklärten Straftaten 20.243 Tatverdächtige ermittelt, darunter 4.898 Nichtdeutsche. Die häufigsten Nationalitäten waren Syrien, Rumänien, Ukraine, Polen und Afghanistan.
Die Zahl der Tatverdächtigen unter 21 Jahren lag bei 4.289 (+2,26 %), ihr Anteil beträgt 21,19 %. Sie fielen vor allem durch Körperverletzung, Ladendiebstahl, Sachbeschädigung und Bedrohung auf. Darunter waren 1.155 Kinder, 1.836 Jugendliche und 1.289 Heranwachsende. 21,6 % der Jungtatverdächtigen waren nichtdeutsch.
Insgesamt wurden 14.337 Menschen als Opfer einer Straftat registriert. Davon waren 8.332 männlich und 6.005 weiblich. Von diesen Betroffenen waren 10.472 Erwachsene, 1.088 Heranwachsende, 1.422 Jugendliche und 1.355 Kinder. 985 Menschen waren älter als 60 Jahre.
Der Großteil an Straftaten sind häufige, weniger schwere Delikte, während schwere Gewaltverbrechen nur einen sehr kleinen Anteil ausmachen:
Diebstahlsdelikte
– 20.611 Fälle (35,3 % der Gesamtkriminalität)
Sonstige Straftatbestände (bspw. Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch)
– 14.335 Fälle
Rohheitsdelikte / Straftaten gegen die persönliche Freiheit
– 11.464 Fälle
Vermögens- und Fälschungsdelikte
– 8.048 Fälle
Häusliche Gewalt
– 2.968 Fälle
Rauschgiftdelikte
– 1.844 Fälle
Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung
– 1.221 Fälle
Straftaten gegen das Leben
– 21 Fälle