Polizeimeldungen vom Freitag, 16.01.2026

© H@llAnzeiger

Polizeirevier Halle (Saale)

Betrug „Falscher Polizeibeamter“ und „Schockanruf“
Am gestrigen Tag kam es erneut zu mehreren Telefonanrufen im Stadtgebiet Halle (Saale), wo unbekannte Täter sich gegenüber den Angerufenen als Polizeibeamter oder als nahestehende Person, welche einen schweren Verkehrsunfall verursacht hat, ausgaben.

In dem konkreten Fall „Falscher Polizeibeamter“ gaben sich die unbekannten Täter als Polizeibeamte der Polizeiinspektion Halle (Saale) „Kripo Abteilungsleitet Polizei Halle“ aus. Die verwendete Telefonnummer war unterdrückt und für den vermeintlich Geschädigten nicht auf dem Display erkennbar. Die unbekannten Täter erreichten beim ersten Kontakt, dass der Geschädigte eine mittlere fünfstellige Eurosumme von seinem Sparbuch auf sein Giro-Konto umbuchte. Dies begründeten die unbekannten Täter damit, dass Täter aktuell auf sein Sparbuch Zugriff hätten. Bei dem zweiten Kontakt wollten die unbekannten Täter erreichen, dass der Geschädigte die auf das Giro-Konto überwiesene Summe abhebt und den vorgegebenen Polizeibeamten zu einem späteren Zeitpunkt übergeben soll. Im Rahmen dieses Anrufs wurde der 86-jährige Geschädigte stutzig und kontaktierte nachfolgend die Polizei über den Polizeinotruf „110“ und konnte hier durch die Polizeibeamten über den Betrugsversuch aufgeklärt werden.

In dem konkreten Fall „Schockanruf“ kontaktierte eine unbekannte Täterin die Geschädigte – eine ihr nahestehende Personen der Geschädigten hätte einen Verkehrsunfall verursacht und es sollte für diese eine Kaution hinterlegt werden. Die unbekannte Täterin brachte nachfolgend die Geschädigte dazu die geforderte Kaution, eine untere fünfstellige Eurosumme, an eine fremde Person zu übergeben, welche etwas später erschien und die Bargeldsumme an sich nahm.

Hinweise der Polizei zur Betrugsmasche „Falscher Polizist“:

  • Die Polizei kommt zu Ihnen, wenn Sie sie gerufen haben
  • Die Telefonnummer der Polizeireviere ist bei den Angerufenen immer erkennbar und nicht unterdrückt
  • Beenden Sie im Zweifel das Telefonat und bitten anschließend direkt über die Einwahl des Polizeirevieres Halle (Saale) 0345 224 2000 darum, mit dem jeweiligen Beamten verbunden zu werden. Sollte eine Verbindung nicht möglich sein, ist dies ein Hinweis auf eine betrügerische Absicht des Anrufers
  • Die Polizei wird niemals sogenannte Geldtransaktionen oder Geldübergaben von Ihnen fordern
  • Geben Sie am Telefon keine Auskunft über persönliche und finanzielle Verhältnisse oder andere sensible Daten
  • Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzten – Im Zweifelsfall legen Sie auf
  • Öffnen Sie unbekannten Personen nicht die Tür. Ziehen Sie gegebenenfalls andere Personen wie Nachbarn oder nahe Verwandte mit hinzu
  • Informieren Sie im Zweifelsfall die Polizei unter den Rufnummern 110 oder 0345 224 2000

Hinweise der Polizei im Falle von “Schockanrufen”:

  • Seien Sie misstrauisch, wenn sich der Anrufer nicht selber mit Namen meldet!
  • Lassen Sie sich nicht am Telefon auf Frage- und Antwortspiele ein!
  • Geben Sie keine Details zu ihren familiären und finanziellen Verhältnissen an!
  • Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen!
  • Kontaktieren Sie Ihren Angehörigen selber!
  • Besprechen Sie etwaige Transaktionen mit Familienangehörigen oder nahestehenden Personen!
  • Übergeben Sie Bargeld oder Schmuck nie an fremde Personen!
  • Die Polizei oder die Staatsanwaltschaft verlangt niemals eine Kautionszahlung!
  • Zeigen Sie den Betrug oder den Betrugsversuch unbedingt bei der Polizei an

Gefährliche Körperverletzung
Am gestrigen Tag gegen 19.20 Uhr kam es im Bereich Anhalter Platz in zu einem Körperverletzungsdelikt. Nach ersten polizeilichen Erkenntnissen kam es zwischen drei unbekannten Tätern und dem Geschädigten erst zu einer verbalen Auseinandersetzung. Nachfolgend attackierten die Täter den Geschädigten mittels körperlicher Gewalt, wobei einer der unbekannten Täter einen Schlagring nutzte. Durch die Gewalteinwirkung zog sich der 26-jährige Geschädigte Verletzungen zu und wurde zur weiteren Behandlung in ein städtisches Krankenhaus verbracht. Die strafrechtlichen Ermittlungen wurden durch die Polizei eingeleitet und dauern weiter an.

Verkehrsunfall mit verletzter Person
Gegen 09.15 Uhr ereignete sich im Bereich Herwegstraße ein Verkehrsunfall. Nach ersten polizeilichen Erkenntnissen kam eine Radfahrerin ohne Einwirkung Dritter zu Fall. Die 23-jährige Fahrradfahrerin zog sich leichte Verletzungen zu. Das Polizeirevier Halle (Saale) hat die Ermittlungen zum Unfallhergang aufgenommen.

Polizeirevier Saalekreis

Fahrlässige Brandstiftung
Schkopau – Am 16. Januar 2026, kurz nach 03.00 Uhr, ging ein Notruf ein, dass in einem Wohnhaus im Ortsteil Röpzig möglicherweise ein Brand ausgebrochen sei. Umgehend wurden alle Rettungskräfte zum Einsatzort entsandt, wo eine starke Rauchentwicklung festgestellt werden konnte. Vor Ort konnten der 45-jährige Bewohner des Hauses und sein kleines Kind in Sicherheit gebracht werden. Beide wurden aufgrund einer Rauchgasintoxikation medizinisch versorgt und in ein Klinikum zur weiteren Behandlung verbracht. Nach ersten Ermittlungen wurde bekannt, dass es zuvor in dem Gebäude zu einem Wasserrohrbruch gekommen war, wodurch die Heizungsanlage ausgefallen war. In der Folge hatte der 45-Jährige einen Holzkohlegrill in das Haus gestellt, um damit sowohl zu grillen als auch das Gebäude zu beheizen. Nachdem beide gegen Abend zu Bett gegangen waren, wachte der Mann gegen 03.00 Uhr durch Hundegebell auf, bemerkte den Rauch und konnte noch eigenständig den Notruf absetzen. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Im Zusammenhang mit diesem Vorfall, der glücklicherweise noch glimpflich ausgegangen ist, weist die Polizei darauf hin, dass das Grillen mit offenen Feuerquellen in geschlossenen Räumen eine Lebensgefahr darstellt. Die Verwendung von Grills oder ähnlichen Geräten in Innenräumen birgt nicht nur die Gefahr eines Brandes, sondern kann auch zu einer gefährlichen Rauchgasvergiftung führen, die im schlimmsten Fall lebensbedrohlich ist.

Verstoß gegen das Pflichtversicherungsgesetz
Merseburg – Am 15.01.2026 gegen 16.30 führten Polizeibeamte im Rahmen der Streifentätigkeit Verkehrskontrollen durch. Sie unterzogen einen Pkw Skoda einer anlassunabhängigen Verkehrskontrolle in der König-Heinrich-Straße. Eine Überprüfung des Fahrzeugs im polizeilichen Auskunftssystem ergab, dass dieses über keine gültige Haftpflichtversicherung verfügt. Der Fahrzeugführer wurde diesbezüglich belehrt und ihm wurde die Weiterfahrt untersagt. Die Ermittlungen wurden aufgenommen.

Bedrohung
Merseburg – Am 15. Januar 2026, gegen 16.50 Uhr, wurde der Polizei eine Bedrohung gemeldet. Der 26-jährige Tatverdächtige begab sich dabei zur Dienststelle einer 55-Jährigen und bedrohte sie verbal, bevor er den Tatort wieder verließ. Trotz einer umgehend eingeleiteten Nahbereichsfahndung konnte der namentlich bekannte Tatverdächtige bislang nicht angetroffen werden. Die Ermittlungen zur Klärung des Vorfalls wurden aufgenommen.

Polizeirevier Mansfeld-Südharz

Seegebiet Mansfelder Land – Diebstahl von Buntmetall
Unbekannte drangen in vier Windkraftanlagen im Seegebiet ein und entwendeten daraus mehrere hundert Meter Schutzleiterkabel. Der Gesamtschaden wird auf ca. 14.000 Euro geschätzt. Der Tatzeitraum liegt zwischen dem 12.12.2025 und dem 15.01.2026. Der Tatort liegt in der Ortslage Stedten nahe der Industriestraße. Zeugen, die im angegebenen Zeitraum ungewöhnliche Personen- und Fahrzeugbewegungen im Umfeld des Tatortes getätigt haben, werden gebeten, diese dem Polizeirevier Mansfeld-Südharz unter der Rufnummer 03475/670-293 oder jeder anderen Polizeidienststelle mitzuteilen.

Mansfeld – Einbruch in Geschäftshaus
In der Friedrichstraße wurde in ein seit geraumer Zeit ungenutztes Wohn- und Geschäftshaus eingebrochen. Zeugen bemerkten Licht im Objekt und informierten die Berechtigten. Zum möglichen Diebesgut liegen keine Erkenntnisse vor. Am Tatort wurden Spuren gesichert.

Hettstedt – Sprengmittel gezündet
In den gestrigen Abendstunden wurden am Eingang eines Mehrfamilienhausen in der Johann-Sebastian-Bach-Straße vermutlich pyrotechnische Artikel gezündet. Durch die Wucht der Explosion wurde die Glasscheibe einer Eingangstür zerstört. Ebenso beschädigte die Druckwelle die Außenbeleuchtung am Haus. Tatverdächtige sind derzeit nicht bekannt. Auch gibt es keine Erkenntnisse zu möglichen verletzten Personen.

Hettstedt – Einbruch in Gartenanlage
Gegen Mitternacht drangen Unbekannte in eine Gartenlaube in der Gartenanlage Gerbstedter Straße ein. Die Täter zerstörten dabei Sicherungstechnik und entwendeten aus einem Gerätehaus eine Kettensäge der Marke Stihl, Kraftstoff und alkoholische Getränke.

Eisleben – Diebstahl von Geldbörse
Während seines Einkaufs am Freitagvormittag in einem Einkaufsmarkt in der Halleschen Straße wurde einem 69-Jährigen die Geldbörse entwendet. Diese war in einer Einkaufstasche verstaut und lag im Einkaufswagen. Mit der Geldbörse verschwanden Bargeld und persönliche Dokumente.