Halle/StatLa. Im Jahr 2025 lebten in Sachsen-Anhalt 270.000 Familien, wie das Statistische Landesamt basierend auf den Erstergebnissen des Mikrozensus 2025 mitteilt. In rund 2 von 3 Familien (68,8 %) lebte ein Paar zusammen mit Kind bzw. Kindern. In ca. jeder 3. Familie (31,2 %) war ein Elternteil alleinerziehend.
Alleinstehende häufigste Lebensform in Sachsen-Anhalt 2025
Familien, also Lebensformen mit mindestens einem Elternteil und Kind, machten 2025 rund 23,9 % aller Lebensformen in Sachsen-Anhalt aus und blieben damit gegenüber 2015 (23,5 %) nahezu unverändert. Der Anteil der Paare ohne Kinder sank im selben Zeitraum von 33,3 % auf 30,6 %, während der Anteil der Alleinstehenden von 43,2 % auf 45,5 % stieg. Damit waren Alleinstehende weiterhin die häufigste Lebensform.
Verheiratete Eltern stellen weiterhin die Mehrheit
Von den rund 270.000 Familien lebten 2025 etwa 138.000 als verheiratete Eltern mit ihren Kindern zusammen (51,1 %). Rund 84.000 Familien waren alleinerziehend (31,2 %), etwa 48.000 lebten als unverheiratete Lebensgemeinschaft mit Kindern (17,7 %). Gegenüber 2015 sank der Anteil verheirateter Eltern (54,3 %), während der Anteil der Alleinerziehenden leicht auf 31,2 % anstieg.
Ehe bei Familien mit Einwanderungsgeschichte häufiger
In Familien, in denen beide Eltern eine Einwanderungsgeschichte hatten, waren 2025 knapp zwei Drittel (64,7 %) verheiratet. Bei Familien ohne Einwanderungsgeschichte lag dieser Anteil bei 48,3 %. Dort lebte etwa jede fünfte Familie (19,1 %) als unverheiratete Lebensgemeinschaft mit Kindern. Aufgrund geringer Fallzahlen können unverheiratete Lebensgemeinschaften mit Einwanderungsgeschichte nicht ausgewiesen werden. Rund 10.000 Alleinerziehende in Sachsen-Anhalt hatten 2025 eine Einwanderungsgeschichte.
422.000 Kinder in 270.000 Familien in Sachsen-Anhalt
Im Jahr 2025 lebten rund 422.000 Kinder in den Familien Sachsen-Anhalts – 21.000 mehr als 2015 (401.000). Diese Entwicklung spiegelt sich auch in der gestiegenen Zahl der 6- bis unter 25-Jährigen wider (+36.000). Ein Viertel der Kinder (105.000) war bereits volljährig, davon rund ein Drittel (37.000) 27 Jahre oder älter.
37,3 % der Kinder lebten ohne Geschwister im Haushalt, 39,9 % mit einem Geschwisterkind und 22,8 % mit mindestens zwei Geschwistern. Gegenüber 2015 ging der Anteil der Einzelkinder im Haushalt von 46,2 % auf 37,3 % deutlich zurück. Der Anteil der Kinder mit einem Geschwister blieb nahezu konstant (2015: 38,4 %), während der Anteil der Kinder mit mindestens zwei Geschwistern von 15,4 % auf 22,8 % anstieg.