Halle/StatLa. Anlässlich des Internationalen Tages für die Beseitigung von Armut weist das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt auf aktuelle Ergebnisse der amtlichen Sozialberichterstattung hin. 2025 waren in Sachsen-Anhalt 15,3 % der Bevölkerung gemessen am Landesmedian armutsgefährdet. Damit stieg die Armutsgefährdungsquote gegenüber dem Vorjahr um 0,2 Prozentpunkte.
Kinder und junge Erwachsene sind die am stärksten betroffenen Altersgruppen
Das höchste Armutsrisiko hatte 2025 die Altersgruppe der 18- bis unter 25-Jährigen mit einer Quote von 26,0 %. Überdurchschnittlich betroffen waren ebenfalls Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren (19,5 %). Während die Gefährdungsquote bei den 18- bis unter 25-Jährigen den niedrigsten Stand seit 2021 erreichte, stieg sie bei den unter 18-Jährigen das 3. Jahr in Folge.
Haushalte mit Kindern und Einpersonenhaushalte häufiger armutsgefährdet
Wie sich bereits an den besonders betroffenen Altersgruppen zeigt, haben Haushalte, in denen Kinder leben, eine höheres Armutsrisiko als Haushalte ohne Kinder. Auch Einpersonenhaushalte waren überdurchschnittlich oft armutsgefährdet (28,3 %). Das geringste Armutsrisiko unter den Haushalten mit Kindern haben 2 Erwachsene mit einem Kind (7,2 %). Das höchste Armutsrisiko weisen Alleinerziehende mit Kindern (33,5 %) auf. Auch kinderreiche Familien mit 2 Erwachsenen und 3 oder mehr Kindern haben mit 29,7 % ein deutlich erhöhtes Armutsrisiko.