Halle/StatLa. Die Gesamtnettoausgaben für Sozialleistungen nach dem SGB XII betrugen 2025 in Sachsen-Anhalt 213 Mio. Euro. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, entsprach das einem Anstieg um 30 Mio. Euro (+16,7 %) gegenüber 2024. Rein rechnerisch wurden somit 100 Euro pro Kopf für Sozialhilfe ausgegeben.
Ausgaben für Hilfe zur Pflege im Vergleich gestiegen
Die Hilfe zur Pflege war dabei der größte Kostenfaktor. Sie lag anteilmäßig im zurückliegenden Jahr bei 62,3 %. Das entsprach einem Gesamtnettobetrag von 133 Mio. Euro (gegenüber 2024: +22,5 %; +24 Mio. Euro). Schwerpunkt bildeten die Ausgaben für die Pflege in Einrichtungen (107 Mio. Euro).
Ausgaben für Hilfe zum Lebensunterhalt knapp 1/4 der Gesamtausgaben
Eine tendenziell ähnliche Entwicklung zeigte sich bei den Ausgaben für die Hilfe zum Lebensunterhalt nach dem 3. Kapitel SGB XII. Diese betrugen 2025 knapp 51 Mio. Euro. Das waren 23,7 % der Gesamtausgaben und gleichzeitig netto ein Anstieg um 6,8 % (+4 Mio. Euro) zum Vorjahr. Diese Leistungen erhalten nicht erwerbsfähige Hilfebedürftige zur Deckung der Bedarfe des täglichen Lebens und der sozialen Teilnahme.
Über 25 Mio. Euro zahlten die öffentlichen Träger 2025 für Krankenbehandlungen und weitere Hilfen zur Gesundheit. Hierzu zählen auch vorbeugende Gesundheitshilfen, Hilfen zur Familienplanung und die Übernahme der Versicherungsbeiträge.
2025 wurden rund 4 Mio. Euro für Hilfen zur Überwindung besonderer sozialer Schwierigkeiten und anderer Hilfen in besonderen Lebenslagen, wie die Zahlung von Blindenhilfe, Hilfen zur Weiterführung des Haushaltes oder die Übernahme von Bestattungskosten gewährt.