Roadpol-Kontrollwoche Truck & Bus: Sicherheit im gewerblichen Verkehr im Fokus

Lkw
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Magdeburg/MI. Auch in diesem Jahr beteiligt sich die Landespolizei Sachsen‑Anhalt an zahlreichen Schwerpunktkontrollen des europäischen Verkehrsnetzwerkes ROADPOL. Oberstes Ziel ist es, die Anzahl der Verkehrsunfallopfer zu senken und die Verkehrssicherheit weiter zu erhöhen. Vom 9. bis 15. Februar 2026 findet die erste landesweite Aktionswoche des Jahres statt. Im Mittelpunkt der Maßnahmen steht dabei die Kontrolle des gewerblichen Personen- und Güterverkehrs. Während der länderübergreifenden Verkehrsüberwachungsaktion „Truck & Bus“ des ROADPOL‑Netzwerks wird es täglich verstärkt Kontrollen im ganzen Land mit wechselnden regionalen Schwerpunkten geben.

Innenministerin Dr. Tamara Zieschang: „Die Aktionswochen von ROADPOL haben eine zentrale Bedeutung für die Verkehrssicherheit. Ein besonderes Augenmerk liegt in der ‚Truck & Bus‘‑Kontrollwoche auf dem technischen Zustand der Fahrzeuge, der Ladungssicherheit sowie der Einhaltung von Lenk- und Ruhezeiten bei den Berufskraftfahrerinnen und -fahrern. Gleichzeitig werden typische Unfallursachen wie überhöhte Geschwindigkeit, Ablenkung sowie Alkohol- und Drogenkonsum gezielt kontrolliert. Da LKW und Busse aufgrund ihrer Größe und Masse ein besonders hohes Gefahrenpotential haben, können Fahruntüchtigkeit und technische Mängel schnell zu Unfällen mit schwerwiegenden Folgen führen.“

ROADPOL‑Aktionen haben nicht nur einen repressiven Charakter, sondern dienen auch der Prävention. Die Polizei nutzt diese Schwerpunktwoche, um Verkehrsteilnehmer aktiv zu informieren und für ein verantwortungsbewusstes Verhalten im Straßenverkehr zu sensibilisieren. Im direkten Gespräch mit den Fahrerinnen und Fahrern des gewerblichen Personen- und Güterverkehrs geben die Kolleginnen und Kollegen der Landespolizei wertvolle Hinweise, etwa zu den Risiken von Müdigkeit am Steuer oder zur Ablenkung während der Fahrt. Zudem machen sie auf weitere Gefahren aufmerksam, darunter technische Defekte, Probleme an den Reifen sowie fehlerhafte oder unzureichende Ladungssicherung.

Die Polizei Sachsen-Anhalt plant für 2026 die Teilnahme an weiteren ROADPOL-Kontrollwochen und Aktionstagen.

Hintergrund
Der Name „ROADPOL“ steht für „European Roads Policing Network“. Dabei handelt es sich um eine Nicht-Regierungsorganisation, hervorgegangen aus einem Zusammenschluss von Verkehrspolizeien der Mitgliedstaaten der Europäischen Union. Die europaweit koordinierten Aktionswochen zu verkehrspolizeilichen Schwerpunkten erhöhen die Aufmerksamkeit für die Bedeutung der Verkehrsregeln und machen die Gefahren von Verstößen deutlich. Das Hauptziel ist die Reduzierung der auf Europas Straßen Getöteten und Schwerverletzten. In diesem Zusammenhang werden regelmäßig länderübergreifende Kontrollwochen organisiert. Die Landespolizei beteiligt sich regelmäßig an den ROADPOL‑Aktionswochen und setzt damit zugleich ein Zeichen für europäische Zusammenarbeit. Durch die gemeinsame und flächendeckende Durchführung werden die Kontrollen zudem spürbar wirksamer.

Im vergangenen Jahr beteiligte sich Sachsen-Anhalt an drei „Truck & Bus“-Kontrollwochen des länderübergreifenden ROADPOL-Netzwerks. Dabei wurden mehr als 1.100 Fahrzeuge des gewerblichen Personen- und Güterverkehrs kontrolliert und rund 500 Verstöße festgestellt.