Über 4.000 Personen erhielten im Jahr 2025 in Sachsen-Anhalt Aufstiegs-BAföG

Geldscheine
© H@llAnzeiger

Halle/StatLa. Im Jahr 2025 haben 4.239 Personen in Sachsen-Anhalt Förderleistungen nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG), dem sogenannten Aufstiegs-BAföG, erhalten. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, ging die Zahl der Geförderten damit im Vergleich zum Vorjahr leicht zurück (-54 Fälle oder -1,3 %). Insgesamt wurden 2025 im Rahmen des Aufstiegs-BAföG 30,3 Mio. Euro bewilligt. Die Fördersumme stieg damit im Vergleich zum Vorjahr um 3,7 %. Mit dem Aufstiegs-BAföG werden Teilnehmende an Maßnahmen der beruflichen Aufstiegsfortbildung finanziell unterstützt. Im Bundesvergleich sank die Zahl der Geförderten stärker (Bundesdurchschnitt: -1,9 %) und die Fördersumme erhöhte sich in geringerem Maße (+1,9 %). Durchschnittlich erhielt jede Person in Vollzeit in Sachsen-Anhalt 990 Euro.

Aufstiegs-BAföG wird in Sachsen-Anhalt häufiger von Frauen genutzt

Mehr als die Hälfte aller Geförderten waren 2025 Frauen (2.484; 58,6 %). Bereits seit 2020 (53,1 %) stellten die Frauen die Mehrheit der Geförderten. Der Höchstwert im genannten 6-Jahreszeitraum wurde 2023 mit 2.565 weiblichen Geförderten gezählt. Wenn das Aufstiegs-BAföG nur in Teilzeit genutzt wurde (2025: 938), nahmen dies mehr als doppelt so viele Männer (671) wie Frauen (267) in Anspruch.

Während männliche Geförderte in Sachsen-Anhalt hauptsächlich im Ausbildungsbereich Industrie und Handel (736; 41,9 % aller männlichen Geförderten) vertreten waren, qualifizierten sich Frauen vor allem im Bereich Öffentlicher Dienst (2.007; 80,8 % aller weiblichen Geförderten).

Staatlich anerkannte Erzieherin bzw. anerkannte Erzieher häufigste geförderte Ausbildung

Unabhängig vom Geschlecht wurde mit dem Aufstiegs-BAföG am häufigsten die Ausbildung zur staatlich anerkannten Erzieherin (1.995) bzw. zum staatlich anerkannten Erzieher (462) im letzten Jahr gefördert. In den Top 3 der Frauen waren noch die Berufe staatlich anerkannte Heilerziehungspflegerin (113) und Wirtschaftsfachwirtin (55). Bei den Männern folgte die Qualifikation zum Industriemeister Metall (148) bzw. Industriemeister Elektrotechnik (93).

Methodische Hinweise:
Mit dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG), dem sogenannten Aufstiegs-BAföG, fördern Bund und Länder berufliche Aufsteigerinnen und Aufsteiger bei der Finanzierung einer beruflichen Fortbildung. Dabei erhalten Personen ein Aufstiegs-BAföG, die an Fortbildungen öffentlicher und privater Träger in Voll- oder Teilzeit teilnehmen. Das Aufstiegs-BAföG wird zum Teil als Zuschuss und zum Teil als Darlehen gewährt. Der durchschnittliche Zuschuss- bzw. Darlehensbetrag pro Person entspricht jeweils dem Mittelwert unter denjenigen Geförderten, denen ein Zuschuss bzw. ein Darlehen bewilligt wurde. Bei den dargestellten Angaben handelt es sich ausschließlich um die bewilligten Förderungen.