Leipzig/verdi. Die Beschäftigten der Universitätsklinik in Halle beteiligen sich im Rahmen der Länder-Tarifrunde im Rahmen eines Partizipationsstreiks am Dienstag, dem 27. Januar am bundesweiten Branchenstreiktag im Gesundheitswesen. Sie versammeln sich ab 6 Uhr am Streikposten gegenüber vorm Haupteingang des Klinikums in der Ernst-Grube-Straße 40, 06120 Halle. Gegen 8 Uhr ziehen die Streikenden weiter zur nicht-öffentlichen Veranstaltung im Streiklokal, um dann gegen 13 Uhr/ 13.30 Uhr zum Klinikum zurückzukehren und dort die Spätschicht in Empfang zu nehmen.
“Die Arbeitgeber lassen am Verhandlungstisch jegliche Wertschätzung für die Leistung der Beschäftigten vermissen”, erklärte Ulrike Lorenz, zuständige Gewerkschaftssekretärin für das Universitätsklinikum Halle. Die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) hatte auch in der zweiten Verhandlungsrunde am 15./16. Januar kein verbindliches Angebot vorgelegt. “Die Arbeitgeber tragen deshalb die volle Verantwortung für die Ausweitung der Warnstreiks”, so Lorenz.
“Die Beschäftigten in Universitätskliniken und anderen Gesundheitseinrichtungen sorgen unter schwierigen Bedingungen dafür, dass kranke Menschen rund um die Uhr gut versorgt werden. Das muss anerkannt werden – auch finanziell”, betonte Lorenz. ver.di fordert sieben Prozent, monatlich mindestens 300 Euro mehr Geld. Für Nachwuchskräfte fordert die Gewerkschaft monatlich 200 Euro.
“Die Bezahlung in den Ländern muss Anschluss halten an die Tarifentwicklung in anderen Bereichen«, sagte die Gewerkschaftssekretärin. »In den Universitätskliniken werden die schwierigsten Fälle behandelt, sie leisten Spitzenmedizin. Doch die Beschäftigten sollen weniger verdienen als in den kommunalen Krankenhäusern – das passt nicht zusammen.”
Die Beschäftigten des Universitätsklinikums Halle (Saale) werden ihren Unmut mit einem Warnstreik äußern. Der Klinikbetrieb kann an diesem Tag eingeschränkt sein, die Versorgung von Notfällen wird zu jeder Zeit gewährleistet. »Auch die Arbeitgeber müssen ihrer Verantwortung gerecht werden und für faire Arbeitsbedingungen sorgen, damit nicht noch mehr Beschäftigte dem Gesundheitswesen den Rücken kehren«, so Lorenz. Die Verhandlungen mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder werden am 11. Februar in Potsdam fortgesetzt.
Die Streikenden versammeln sich ab 6 Uhr am Streikposten gegenüber vorm Haupteingang des Klinikums in der Ernst-Grube-Straße 40, 06120 Halle. Gegen 8 Uhr ziehen die Streikenden weiter zur nicht-öffentlichen Veranstaltung im Streiklokal, um dann gegen 13 Uhr/ 13.30 Uhr zum Klinikum zurückzukehren und dort die Spätschicht in Empfang zu nehmen.