Halle/StatLa. Wichtiger Meilenstein für das Projekt SALTSA: Staats- und Kulturminister Rainer Robra überreichte am heutigen Donnerstag, 9. April 2026, die Fördermittelbescheide an die Stadt Halle (Saale) und ihren Kooperationspartner „science2public – Gesellschaft für Wissenschaftskommunikation e.V.“ in Höhe von 540.000 Euro bzw. 394.000 Euro. Mit dem Projekt „SALTSA – Zwischen Tradition und Transformation – kooperatives Entwicklungs- und Nutzungskonzept für die Saline: Stadt, Salz und Saale verbinden“ soll für das historische Saline-Areal in Halle (Saale) ein kooperatives Entwicklungs- und Nutzungskonzept erarbeitet werden.
Ziel ist es, die bislang ungenutzten Bereiche des Ensembles als offenen, inklusiven Bildungs-, Erfahrungs- und Erlebnisraum weiterzudenken und damit einen Ort zu stärken, der Tradition, Industriekultur und Zukunftsperspektiven verbindet.
Dr. Alexander Vogt, Oberbürgermeister der Stadt Halle (Saale): „Die finanzielle Zuwendung unterstützt die Stadt auf ihrem Weg, ihr industriekulturelles Erbe weiter Stück um Stück zu heben und sichtbar weiter zu entwickeln. Das ist großartig. Ich freue mich besonders, dass wir uns im Rahmen des SALTSA-Projekts mit vielen Partnern aus der Zivilgesellschaft – nicht zuletzt mit der Salzwirkerbrüderschaft der Halloren – neue Perspektiven erarbeiten können, die die Saline als verbindenden Ort zwischen Alt- und Neustadt greif- und erlebbar machen werden. Ich danke dem Land Sachsen-Anhalt als Fördermittelgeber sehr für sein Engagement, unsere Saline als identitätsstiftenden Ort mit überregionaler Strahlkraft weiter zu stärken.“
Nutzung der Fördermittel
Die Stadt veranlasst zur Klärung möglicher Nutzungsvarianten bauliche Bestandserhebungen (u.a. Holzschutzgutachten, Schadstoffuntersuchungen, Baugrunduntersuchungen, Brandschutzbetrachtungen, statische Gutachten, denkmalpflegerische Bestandsaufnahmen sowie die Ermittlung wesentlicher Parameter für die Wiedernutzung und Instandsetzung der Gebäude (Leistungsphase 0)). Als Eigentümerin der Immobilie und baufachliche verantwortlicher Verbundpartner ist sie erste Ansprechpartnerin für geplante Interventionen innerhalb des Projektes.
Die Konzeptentwicklung und Nutzungserprobung führt der hallesche Verein „science2public-Gesellschaft für Wissenschaftskommunikation“ kooperativ mit Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Initiativen, um vielfältige Perspektiven einzubringen und ein gemeinschaftlich getragenes Nutzungskonzept zu schaffen. Die kooperativen Formate umfassen drei Verdichtungen (Mini-Festivals) und zwölf Tischgespräche sowie die Entwicklung eines Podcasts, eines Imagefilms und eines Nutzungskonzepts.
Das Vorhaben knüpft an die besondere Geschichte der Saline als bedeutendes Industriedenkmal an. Zugleich richtet es den Blick auf nachhaltige Nutzung und kulturelle Teilhabe. Als öffentlicher Auftakt des gemeinsamen Entwicklungsprozesses ist ein Kick-off am 30. April 2026, 16 bis 18 Uhr, im Salinemuseum, Mansfelder Straße 52, geplant. Der Kick-off bietet Gelegenheit, Zielsetzung, Beteiligungsansatz und Entwicklungsperspektiven des Vorhabens kennenzulernen und mit den Projektverantwortlichen ins Gespräch zu kommen.
Eingebunden werden Akteurinnen und Akteure aus Stadtgesellschaft, Zivilgesellschaft, Kultur, Wissenschaft und dem direkten Umfeld der Saline. Gemeinsam sollen Potenziale sichtbar gemacht, Nutzungsperspektiven entwickelt und erste Impulse für das weitere Verfahren gesetzt werden.
Das Projekt SALTSA orientiert sich an den Leitgedanken des Neuen Europäischen Bauhauses: Nachhaltigkeit, Ästhetik, Inklusion und Partizipation. Das Projekt entwickelt für die bislang ungenutzten Bereiche des historischen Saline-Ensembles in Halle (Saale) ein kooperatives Zukunftskonzept. Im Mittelpunkt stehen nachhaltige Sanierungs- und Nutzungsperspektiven, Beteiligung der Stadtgesellschaft sowie die Verbindung von Industriekultur, Bildung, Kultur und Wissenschaft.