Halle/StatLa. Die integrierten Schulden1 der Kommunen in Sachsen-Anhalt beliefen sich zum 31. Dezember 2025 auf 9,434 Milliarden Euro. Das entsprach 4.439 Euro pro Kopf, wie das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt mitteilt.
Verschuldung steigt langsamer als im Bundesdurchschnitt
Die kommunale Verschuldung stieg 2025 um 5,86 % beziehungsweise 522 Millionen Euro. Die Pro-Kopf-Schulden erhöhten sich um 6,54 % beziehungsweise 273 Euro. Bundesweit fiel der Anstieg mit 9,88 % bei den Gesamtschulden und 9,95 % bei den Pro-Kopf-Schulden deutlich höher aus.
Knapp 60 % der Schulden entfallen auf sonstige Einrichtungen
Die Kernhaushalte der Kommunen waren mit 3,561 Milliarden Euro verschuldet, ein Anstieg um 8,37 %. Die Schulden der Extrahaushalte erhöhten sich um 20,53 % auf 376 Millionen Euro. Auf sonstige Fonds, Einrichtungen und Unternehmen entfielen 5,497 Milliarden Euro beziehungsweise 58,27 % der Gesamtschulden. Hier fiel der Anstieg mit 3,45 % beziehungsweise 183 Millionen Euro vergleichsweise gering aus.
Vier Kommunen mit mehr als 6.000 Euro Schulden pro Kopf
In vier Kommunen lagen die Pro-Kopf-Schulden über 6.000 Euro: Halle (Saale) mit 8.825 Euro, Könnern mit 6.665 Euro, Nienburg (Saale) mit 6.288 Euro und Magdeburg mit 6.040 Euro.
Halle (Saale) wies mit 1,993 Milliarden Euro die höchste absolute Verschuldung auf, gefolgt von Magdeburg mit 1,473 Milliarden Euro.
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1 umfasst Kernhaushalte (u.a. Investitionen und Infrastruktur), Extrahaushalte (Schulden von Zweckverbänden oder Eigenbetrieben) sowie Sonstige Fonds, Einrichtungen und Unternehmen (z.B. Schulden von Wohnungsbaugesellschaften oder Versorgungsbetrieben).