Meilenstein für moderne Verwaltung: Landesverwaltungsamt führt elektronische Akte ein

Landesverwaltungsamt
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Halle/LVwA. Startschuss mit großer Wirkung für das Land Sachsen-Anhalt: Das Landesverwaltungsamt führt zum 15. Juli 2026 die elektronische Akte (E‑Akte) ein und setzt damit einen weiteren entscheidenden Schritt in Richtung einer modernen, digitalen Verwaltung um. Mit der Einführung der elektronischen Verwaltungsarbeit (EVA) werden künftig sämtliche Prozesse der Schriftgutverwaltung vollständig digital abgebildet.

Grundlage hierfür ist die landesweit eingesetzte VIS-Suite, die eine einheitliche, medienbruchfreie Bearbeitung von Vorgängen ermöglicht und damit die Zusammenarbeit innerhalb der Verwaltung erheblich vereinfacht.

Effizienter, schneller und zukünftig ohne Papier

„Die Vorteile der E‑Akte sind vielfältig und im Arbeitsalltag unmittelbar spürbar: Postlaufzeiten entfallen, Dokumente stehen ohne Verzögerung digital zur Verfügung. Aufwendiges Kopieren, Verteilen und manuelles Ablegen gehören ebenso der Vergangenheit an wie lange Suchzeiten in Papierarchiven.“, so der Präsident des Landesverwaltungsamtes, Thomas Pleye.

Besonderes Augenmerk gilt dabei der Bündelungsfunktion des Landesverwaltungsamtes. Hier laufen umfangreiche Verfahren zusammen und werden durch das Bündeln der Abläufe und Zuständigkeiten optimiert.

„Mit der E-Akte heben wir diese Bündelung nun auf ein neues Level: Prozesse werden zentral gesteuert, Wissen wird geteilt und Entscheidungen fallen schneller – für mehr Effizienz, mehr Transparenz und spürbar besseren Service für alle Beteiligten.“

Vorgänge können künftig parallel von mehreren Mitarbeitenden unabhängig von Ort und Zeit bearbeitet werden. Das spart wertvolle Arbeitszeit und beschleunigt Entscheidungsprozesse deutlich. Ein wesentlicher Bestandteil der Umstellung ist die vollständige Digitalisierung des Posteingangs: Rund 3 Millionen Seiten pro Jahr werden künftig gescannt und elektronisch weiterverarbeitet.

Damit sinkt auch der Ressourcenverbrauch erheblich: Weniger Papier, weniger Druck, weniger Transport und langfristig auch weniger Bedarf an Archivflächen.

Ein Nebeneffekt, den viele Beschäftigte schätzen dürften: „Wir verabschieden uns vom Papierstapel auf dem Schreibtisch und ersetzen Kilometerlange Ordnerreihen und wechseln in eine digitale Arbeitswelt, in der Informationen sofort, jederzeit und überall verfügbar sind.“ so Pleye weiter.

Vom Aktenstapel zur digitalen Bearbeitung

In der bisherigen papierbasierten Arbeitsweise wurden jährlich unzählige Aktenvorgänge angelegt, abgeheftet, transportiert und archiviert. Diese physischen Akten beanspruchten nicht nur erhebliche Lagerkapazitäten, sondern banden auch Zeit und Personal in logistischen Abläufen. Mit der Einführung der E‑Akte entfällt dieser Aufwand nahezu vollständig.

Umfassende Vorbereitung und Schulung

Die Einführung der E‑Akte wurde seit Ende 2025 intensiv vorbereitet. Nach einer erfolgreichen Testphase folgte von März bis Juni 2026 eine breit angelegte Schulungsinitiative für die Beschäftigten. Diese umfasste:

  • E‑Learning-Angebote für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
  • Regelmäßige Online-Sprechstunden
  • Präsenzschulungen für geschulte Multiplikatorinnen und Multiplikatoren in den Fachbereichen

Teil eines landesweiten Digitalisierungsprojekts

Die Einführung erfolgt im Rahmen des Projekts EVA im Geschäftsbereich des Ministeriums für Inneres und Sport. Ziel ist eine einheitliche digitale Schriftgutverwaltung über mehrere Behörden hinweg.

Nach dem Start im Landesverwaltungsamt werden im Laufe des Jahres 2026 auch weitere nachgeordnete Behörden und Einrichtungen des Innenministeriums schrittweise folgen.

Mehr Service, Transparenz und Zukunftsfähigkeit

Für Bürger und Unternehmen lässt sich der Nutzen der Digitalisierung + Bündelung sehr klar und wirkungsvoll auf den Punkt bringen:

  • Schnellerer Service: Anträge werden schneller bearbeitet, weil Prozesse zentral laufen und keine Abstimmungsschleifen nötig sind
  • Weniger Bürokratie: Einmal Daten angeben statt mehrfach – Doppelmeldungen entfallen.
  • Mehr Transparenz: Bearbeitungsstände sind nachvollziehbar, Entscheidungen werden verständlicher.
  • Planungssicherheit: Schnellere Genehmigungen und klare Verfahren sorgen für verlässlichere Zeitpläne.
  • Standortvorteil: Weniger Verwaltungsaufwand macht den Standort Sachsen-Anhalt attraktiver und wettbewerbsfähiger.
  • Effizienzgewinn: Einheitliche Ansprechpartner und gebündelte Zuständigkeiten sparen Zeit und Kosten.

Der Präsident des Landesverwaltungsamtes, Thomas Pleye erklärt: „Jeder weiß, wie entscheidend die Digitalisierung für eine leistungsfähige Verwaltung ist. Mit der Einführung der elektronischen Akte haben wir diesen Schritt konsequent umgesetzt und gehören damit zu den ersten oberen Landesbehörden, die ihre Schriftgutverwaltung vollständig digital organisieren. Das ist ein großer Erfolg für unser Haus und ein starkes Signal für eine moderne, bürgernahe Verwaltung. Wir schaffen damit nicht nur effizientere Abläufe, sondern auch mehr Transparenz und Nachvollziehbarkeit in unserem Handeln. Die E‑Akte ist ein zentraler Baustein für die Verwaltung der Zukunft.“