Ver.di ruft Beschäftigte am Carl-von-Basedow-Klinikum in Merseburg und Querfurt zum Warnstreik auf

Basedow-Klinikum Merseburg
© H@llAnzeiger

Leipzig/verdi. Nachdem die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) am 1. Juli 2026 ein neues Angebot zu den laufenden Tarifverhandlungen am Carl-von-Basedow Klinikum Saalekreis gGmbH erhalten hat, hat die Tarifkommission das Angebot bewertet und den Beschäftigten zur Abstimmung vorgelegt. Die Beschäftigten haben mit einer Mehrheit das Angebot abgelehnt.

Vor diesem Hintergrund ruft ver.di die Beschäftigten des Carl-von-Basedow-Klinikums am Dienstag, 14. Juli 2026, zum Warnstreik auf. Der Warnstreik betrifft den Frühdienst und die Tagdienste in der Zeit von 8 bis 20 Uhr. Für ver.di hat die Sicherheit der Patientinnen und Patienten oberste Priorität. Deshalb wurde mit dem Carl-von-Basedow-Klinikum eine Notdienstvereinbarung abgeschlossen. Sie stellt sicher, dass Notfälle versorgt und medizinisch notwendige Leistungen auch während des Warnstreiks erbracht werden können.

Seit April verhandeln ver.di und das Carl-von-Basedow-Klinikum über einen neuen Haustarifvertrag. Bislang fanden zwei Verhandlungsrunden sowie mehrere Gespräche statt. Bereits das vorherige Angebot des Arbeitgebers wurde von der Tarifkommission abgelehnt.

Das zuletzt vorgelegte Angebot des Klinikums sah eine Entgelterhöhung von 1,4 Prozent ab dem 1. Mai 2026, eine Anhebung der Schicht- und Wechselschichtzulagen von bislang 40 Euro beziehungsweise 155 Euro auf 80 Euro beziehungsweise 200 Euro ab dem 1. Juli 2026 sowie die einheitliche Bewertung aller Bereitschaftsdienste nach Stufe III ab dem 1. Juli 2026 vor. Die Laufzeit des Tarifvertrags sollte bis zum 31. Oktober 2026 und damit sieben Monate betragen.

ver.di erwartet vom Arbeitgeber in den kommenden Gesprächen ein deutlich verbessertes Angebot, um weitere Arbeitskampfmaßnahmen zu vermeiden.