Halle/PSt. Oberbürgermeister Dr. Alexander Vogt für die Stadt Halle (Saale) und der Konzernbevollmächtigte für die Region Ost der Telekom Deutschland GmbH, Axel Wenzke, haben am heutigen Mittwoch, 22. April 2026, im Ratshof einen Vertrag zum Ausbau der Glasfaser-Infrastruktur im östlichen Stadtgebiet unterzeichnet. Begleitet wurde die Unterzeichnung von Theo Struhkamp, Referatsleiter „Digitale Infrastrukturen, Breitbandversorgung, Post und Telekommunikation“ in Vertretung der Ministerin für Infrastruktur und Digitales Sachsen-Anhalt (MID), Dr. Lydia Hüskens.
Das Projekt „ZukunftsNetz Halle-Ost“ wird 613 Adressen in der Dieselstraße, im Gewerbegebiet sowie in den Ortsteilen Bruckdorf und Kanena mit modernen Glasfaseranschlüssen (FTTH/FTTB) versorgen. Der Projektauftrag sieht ausdrücklich den Anschluss bis in die Häuser vor. Die Telekom Deutschland GmbH hat die Ausschreibung gewonnen und wird das Projekt voraussichtlich bis 2030 umsetzen. Die Feinplanung läuft bereits. Der Baustart ist für 2027 vorgesehen.
Dr. Alexander Vogt, Oberbürgermeister der Stadt Halle (Saale): „Für die heutige Zeit ist Glasfaser das, was im 19. Jahrhundert die Eisenbahn war. Städte, die einen Bahnanschluss bekamen, blühten auf. Märkte wuchsen zusammen. Wissen, Waren und Menschen flossen schneller als je zuvor. Umgekehrt bedeutete dies: Wer keinen Anschluss bekam, blieb zurück – wirtschaftlich, kulturell, gesellschaftlich. Für uns heißt das heute: Wer keinen Glasfaseranschluss hat, steht zunehmend am Bahnsteig – und schaut dem Zug hinterher. Insofern ist der Start des Projekts ,ZukunftsNetz Halle-Ost‘ eine ganz hervorragende Nachricht – insbesondere für die Kanenaer, Bruckdorfer und die Anrainer der Dieselstraße, deren Wohn- und Arbeitsplatz an Attraktivität gewinnt. Mein Dank geht an das Land Sachsen-Anhalt, das dieses Projekt in Höhe von mehr als 1,1 Millionen Euro fördert, und an die Telekom, die diesen wichtigen Schritt in die digitale Zukunft mit uns gemeinsam geht.“
Axel Wenzke, Konzernbevollmächtigter Region Ost der Telekom Deutschland GmbH: „Wir freuen uns, dass wir mit unserem Angebot für den weiteren Glasfaserausbau in Halle überzeugen konnten. Jetzt legen wir mit der Planung los. Unser Ziel ist es, das Vorhaben schnell und mit möglichst wenigen Beeinträchtigungen für Anwohner abzuschließen. Die Telekom wird alle Eigentümer im Ausbaugebiet in den nächsten Monaten anschreiben und über die nächsten Schritte informieren. Denn der kostenlose Glasfaseranschluss erfordert die Zustimmung der Eigentümer, sonst führt die neue schnelle Leitung lediglich am Gebäude vorbei.“
Dr. Lydia Hüskens, Ministerin für Infrastruktur und Digitales Sachsen-Anhalt: „Trotz einer hohen Eigenausbauquote gibt es auch in Halle kleinere Gebiete, deren Glasfasererschließung mit Fördermitteln unterstützt werden muss. Mit diesem Projekt kommen Stadt und Land dem gemeinsamen Ziel der flächendeckenden Glasfasererschließung bis 2030 wieder ein Stück näher.“
Da ein eigenwirtschaftlicher Ausbau durch Telekommunikationsunternehmen im Jahr 2024 ausgeschlossen wurde, erfolgt die Erschließung im Rahmen eines geförderten Ausbaus unter Beteiligung öffentlicher Fördermittel des MID Sachsen-Anhalts. Die Förderung deckt eine Wirtschaftlichkeitslücke in Höhe von rund 1.15 Mio. Euro ab. Der Stadtrat stimmte dem Projekt am 25. März 2026 einstimmig zu. Die Gesamtinvestition beträgt rund 2 Mio. Euro. Das „ZukunftsNetz Halle-Ost“ stärkt die digitale Daseinsvorsorge nachhaltig und erweitert die Basis für wirtschaftliche, wissenschaftliche und private Digitalisierung in Halle (Saale). Die moderne Glasfaserinfrastruktur erhöht die Wettbewerbsfähigkeit der Stadt, ermöglicht neue digitale Geschäftsmodelle und unterstützt die Umsetzung der Landesstrategie „Sachsen-Anhalt Digital 2030“ sowie die Entwicklung Halles als Smart City.