Sachsen-Anhalt stellt mehr als 100 Millionen Euro aus Sondervermögen des Bundes für Hochschulen und Kitas bereit

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Magdeburg/STK. Zukunftsinvestitionen für Sachsen-Anhalt: Bis 2029 will die Landesregierung 104,5 Millionen Euro aus dem Sondervermögen „Infrastruktur und Klimaneutralität“ des Bundes in die Modernisierung von Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Kindertagesstätten investieren. Das Kabinett hat hierfür am heutigen Dienstag eine gemeinsame Kabinettsvorlage des Wissenschafts- und des Sozialministeriums beschlossen. Danach sollen bis Ende 2026 zunächst 26,1 Millionen Euro vollständig in den Wissenschafts- und Hochschulbereich fließen. Für die Jahre 2027 bis 2029 ist eine hälftige Aufteilung der Mittel zwischen dem Wissenschafts- und dem Sozialressort vorgesehen, sodass beide Ministerien jeweils rund 13 Millionen Euro jährlich erhalten.

„Wir haben nicht nur ein hohes Zutrauen in die künftigen Generationen, wir unterstützen sie auch bei uns im Lande mit gezielten Investitionen in unsere Infrastruktur“, betonte Wissenschaftsminister Prof. Dr. Armin Willingmann. „Unsere Hochschulen und Forschungseinrichtungen bilden nicht nur die klugen Köpfe von morgen aus, sie sind für Unternehmen verlässliche Partner für Innovationen. Umso wichtiger ist es, dass wir mit Hilfe der Bundesmittel jetzt aufgeschobene Investitionen anstoßen, in Zeiten des Klimawandels Energieeffizienz fördern und den Wissenschaftsstandort insgesamt attraktiv und zukunftsfähig aufstellen.“

Bei zahlreichen Hochschul- und Forschungsbauten müssen nach nunmehr gut dreißig Jahren intensiver Nutzung Sanierungsarbeiten und eine Modernisierung der Geräte- und IT-Infrastruktur erfolgen, damit in den Gebäuden weiterhin auf zeitgemäßem Niveau studiert und geforscht werden kann. Dazu gehören auch Vorhaben der energetischen Sanierung, um den Energieverbrauch der Hochschulstandorte nachhaltig zu drosseln. Überdies beabsichtigt das Wissenschaftsministerium, auch Forschungsneubauten zu unterstützen, um die Position des Wissenschaftsstandortes im Exzellenzwettbewerb weiter zu stärken.

Die ab 2027 für Kindertageseinrichtungen vorgesehenen Mittel sollen insbesondere für beschleunigte Modernisierungs- und Sanierungsmaßnahmen eingesetzt werden, die Nachhaltigkeit und Energieeffizienz berücksichtigen. Trotz rückläufiger Kinderzahlen besteht aufgrund des seit den 1990er Jahren aufgelaufenen Investitionsstaus erheblicher Handlungsbedarf, um landesweit eine qualitativ hochwertige und flächendeckende Betreuung sicherzustellen. Zugleich können bauliche Anpassungen und Standortkonzentrationen unterstützt werden, um Betreuungsangebote bedarfsgerecht weiterzuentwickeln und ihre Akzeptanz bei Eltern zu stärken.

„Sachsen-Anhalt steht für eine hochwertige Kindertagesbetreuung. Das Sondervermögen bedeutet Rückenwind, um diesen Standortvorteil weiter auszubauen. Die Investitionen in unsere Kitas werden die Rahmenbedingungen für frühkindliche Bildung verbessern“, betont Sozialministerin Petra Grimm-Benne. „Mit den Mitteln können wir notwendige Sanierungen und Modernisierungen voranbringen, Energiekosten senken und die Einrichtungen besser auf die demografischen Entwicklungen vor Ort ausrichten. Es ist ein wichtiges Signal, der kommunalen Familie und den freien Trägern gezielt mit Investitionsmitteln unter die Arme zu greifen. Gemeinsames Ziel ist es, Bildungsnachteile auszugleichen und den Grundstein für einen erfolgreichen Lebensweg zu legen.“