Halle/PRev. Am heutigen Tag kam es gegen 11.50 Uhr in einem Mehrfamilienhaus im Bereich Ibsenweg zu einem polizeilichen Einsatz wegen häuslicher Gewalt. Die alarmierten Beamten konnten nach einer Körperverletzung eine weitere Eskalation der Situationen verhindern und ergriffen umgehend die notwendigen Schutzmaßnahmen für einen betroffenen und verletzt vorgefundenen Mann.
Der Beschuldigten wurde ein Annäherungs- und Kontaktverbot für den Zeitraum von mehreren Tagen ausgesprochen. Durch das Polizeirevier wurden die strafrechtlichen Ermittlungen gegen die Beschuldigte eingeleitet.
Durch die körperliche Einwirkung zog sich der Geschädigte Verletzungen zu und wurde zur weiteren Behandlung in ein städtisches Krankenhaus verbracht.
Der Geschädigte wurde an die Interventionsstelle für Häusliche Gewalt und Stalking in Halle (Saale) weitervermittelt. Hier können sich Geschädigte von Gewalt in der Familie und Partnerschaft zu weiteren Schutzmöglichkeiten beraten lassen.
Aus Gründen des Opferschutzes werden keine weiteren Details zu den beteiligten Personen veröffentlicht.
Hinweise der Polizei:
Die Polizei ermutigt Betroffene von häuslicher Gewalt und Stalking diese Straftaten bei der Polizei anzuzeigen und sich Hilfe zu suchen. Häusliche Gewalt oder Stalking sind keine Privatsache. Jede Strafanzeige wird ernst genommen! Nur durch das Durchbrechen des Kreislaufs der Gewalt kann langfristiger Schutz erreicht werden. Falls Sie Zeuge eines solchen Vorfalls werden, bitten wir Sie, sich ebenfalls umgehend bei der Polizei zu melden.
Für Betroffene stehen verschiedene Hilfsangebote zur Verfügung. In akuten Gefahrensituationen sollte sofort die Polizei unter der Notrufnummer 110 kontaktiert werden. Das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ ist rund um die Uhr unter der kostenlosen Nummer 08000 116 016 erreichbar und bietet anonyme, mehrsprachige Beratung.
Die Polizei arbeitet eng mit Opferschutzorganisationen zusammen, die rechtliche und psychosoziale Unterstützung bieten. Weitere Informationen zu Hilfsangeboten sind auf den Webseiten der Opferschutzorganisationen sowie des Landes Sachsen-Anhalt zu finden, beispielsweise unter: https://www.gewaltfreies-sachsen-anhalt.de