Stadthaus soll saniert werden, neue Verkehrs-Infrastruktur soll kommen
Halle/CDU. Die CDU-Stadtratsfraktion Halle (Saale) hat ihren Änderungsantrag zur Verwendung der Mittel aus dem Sondervermögen des Bundes „Infrastruktur und Klimaneutralität“ nach weiteren Gesprächen angepasst. Ziel ist es, sowohl dringend notwendige Sanierungsmaßnahmen in der Innenstadt zu sichern als auch wichtige neue Infrastrukturprojekte für die Zukunft der Stadt auf den Weg zu bringen.
Demnach soll die Sanierung des Stadthauses weiterhin Bestandteil des Maßnahmenplans bleiben. Gleichzeitig schlägt die CDU-Fraktion vor, im Zuge der Sanierung auch eine moderne, barrierearme öffentliche Toilettenanlage am Marktplatz einzuplanen. Eine solche Anlage fehlt seit Jahren im Zentrum der Stadt und würde die Aufenthaltsqualität für Bürgerinnen und Bürger sowie Besucher deutlich verbessern.
„Mit unserem angepassten Vorschlag ermöglichen wir die dringend notwendige Sanierung des Stadthauses und geben dieses wichtige Gebäude nicht dem Verfall preis. Ohne diese Investition droht eine weitere Dauerbaustelle mitten auf dem Marktplatz“, erklärt der Vorsitzende der CDU-Stadtratsfraktion, Christoph Bernstiel.
Gleichzeitig setzt die CDU-Fraktion weiterhin auf zukunftsweisende Verkehrsinfrastruktur. Durch die Streichung der Mittel für Begleitmaßnahmen im Zusammenhang mit der Kommunalen Wärmeplanung sollen Mittel frei werden, um die Verlängerung der Europachaussee sowie perspektivisch eine Anbindung an die A38 für eine südliche Halle-Umfahrung zu ermöglichen. „Das Sondervermögen muss langfristige Wachstumseffekte für Halle und die gesamte Region entfalten. Deshalb wollen wir damit nicht nur bestehende Gebäude erhalten, sondern auch neue Infrastruktur schaffen, die unsere Stadt voranbringt“, so Bernstiel.
„Mit einem Ringschluss um Halle – unter anderem durch die Fertigstellung der A143 – eröffnen sich langfristig völlig neue Möglichkeiten für die Stadtentwicklung. Perspektivisch könnte sogar der Rückbau der Hochstraße der Magistrale möglich werden, die unsere Stadt seit Jahrzehnten zerschneidet“, ergänzt Dr. Ulrike Wünscher, stellvertretende Fraktionsvorsitzende und Vorsitzend des Ausschuss für Planungsangelegenheiten und Stadtentwicklung.
Die CDU-Fraktion sieht in der Kombination aus Stadthaus-Sanierung, neuer Infrastruktur und verbesserter Innenstadtqualität einen ausgewogenen Vorschlag, der sowohl die Interessen der Bürgerinnen und Bürger als auch die langfristige Entwicklung der Stadt Halle berücksichtigt.
Die Fraktion bedankt sich für die zahlreichen Gespräche mit den Hallenserinnen und Hallensern an ihren drei Infoständen auf dem Marktplatz in diesem Jahr. Dort wurde intensiv über die Verwendung der Mittel aus dem Sondervermögen diskutiert.