Psychiatrische Institutsambulanz der Universitätsmedizin startet Mitmach-Programm für Kinder

Das Kraken-Maskottchen begleitet das neue Angebot der Psychiatrischen Institutsambulanz der Universitätsmedizin Halle und unterstützt den kindgerechten Zugang zum Thema mentale Gesundheit. Foto: Universitätsmedizin Halle.

Halle/UMH. Mit einem neuen Projektnachmittag „Mentale Gesundheit kindgerecht erleben – Ein Nachmittag für kleine Helden“ richtet sich die Psychiatrische Institutsambulanz (PIA) der Universitätsklinik und Poliklinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik an Kinder der 3. und 4. Klasse. Ziel ist es, Verständnis zu fördern, Unsicherheiten abzubauen und psychische Gesundheit altersgerecht und ohne Tabus zu vermitteln.

Das Projekt ist für Schulklassen und Hortgruppen konzipiert und setzt bewusst auf Prävention und Gesundheitsförderung statt auf medizinische Aufklärung im engeren Sinne. Die Kinder erleben die PIA als einen Ort, an dem Menschen Hilfe bekommen, wenn Sorgen, Ängste oder Belastungen zu groß werden. Dabei begegnen sie den Berufsgruppen, die in der ambulanten Versorgung zusammenarbeiten: Ärzt:innen, Psycholog:innen, Therapeut:innen aus den Bereichen Musik-, Kunst- und Ergotherapie, Sozialarbeiter:innen sowie Pflegefachpersonen. Die Kinder erfahren, wie unterschiedlich Unterstützung aussehen kann – im Gespräch, im kreativen Gestalten oder durch praktische Hilfen für den Alltag.

„Wenn Kinder früh lernen, dass seelische Gesundheit genauso zum Leben gehört wie Zahnhygiene, Bewegung oder Ernährung, stärkt das ihre emotionale Entwicklung langfristig“, sagt Dr. Michael Brütting, Geschäftsführender Oberarzt der Universitätsklinik und Poliklinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik und Leiter der PIA. „Uns ist wichtig, dass psychische Erkrankungen nicht mit Angst oder Scham verbunden werden – sondern dass Kinder neugierig sein dürfen, Fragen stellen können und verstehen: Hilfe zu bekommen ist normal.“

Der Projektnachmittag ist in zwei Teile gegliedert. Zunächst erfahren die Kinder in einer altersgerechten Einführung, was psychische Gesundheit bedeutet und wie die PIA arbeitet. Anschließend folgen Mitmachstationen in Kleingruppen. Dabei können die Kinder unter anderem kreative Angebote ausprobieren und erleben, wie Musik, Malen oder gestalterisches Arbeiten dabei helfen können, Gefühle auszudrücken und inneres Erleben besser zu verstehen. Fachpersonen begleiten die Gruppen und stehen für Fragen zur Verfügung. Auch immer mit dabei: Kraken-Maskottchen Paul, das den Einstieg in das Thema erleichtern soll.

Zum Abschluss wird Feedback eingeholt, um das Angebot weiterzuentwickeln. Auch Eltern und Betreuungspersonen können Rückmeldungen dazu geben, wie die Kinder den Nachmittag erlebt haben.

Interessierte Hort- und Schulgruppen können sich per E-Mail an psychiatrie@uk-halle.de wenden.