Halle/PSt. An den vier Stolpersteinen vor dem Wohnhaus Leipziger Straße 4 wird am Dienstag, 27. Januar 2026, ab 9.30 Uhr anlässlich des „Tages des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus“ der Opfer gedacht. Oberbürgermeister Dr. Alexander Vogt und der Leiter der Gedenkstätte Roter Ochse, Michael Viebig, sprechen Worte des Gedenkens. Im Anschluss legen Oberbürgermeister und Gedenkstättenleiter sowie Anne Kupke-Neidhardt vom halleschen Zeitgeschichte(n)-Verein einzelne weiße Rosen nieder. In der Leipziger Straße 4 lebte die Jüdin Sofia Wenzymer und ihre Kinder, die 1938 nach Polen vertrieben wurden.
Um 10 Uhr lädt die Stadt zur einer Gedenkveranstaltung in den Kleinen Saal des Stadthauses, Marktplatz 2, ein. Die Beigeordnete für Kultur und Sport, Dr. Judith Marquardt, begrüßt in Vertretung des Oberbürgermeisters die Anwesenden. In der Veranstaltung wird der Dokumentarfilm „Der Weg zurück“ gezeigt. Er begleitet die Israelin Michal Saar Bleiweiß bei ihrer Reise auf den Spuren ihres aus Halle (Saale) stammenden Vaters Manfred Katz, der den Holocaust überlebte. Die Reise führt von Israel über Prag und Theresienstadt zurück nach Halle.
Der Film ist Teil der Reihe „Stolpersteine – Filme gegen das Vergessen“ des Master-Studiengangs Multimedia und Autorschaft der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und durch die Hallianz für Vielfalt gefördert. Das Leitungsteam des Studiengangs, Maren Schuster und Leef Hansen, erläutern die Ausrichtung des Stolperstein-Projekts und die Entstehungsgeschichte des Films. Nach der Vorführung findet ein Gespräch zwischen Juliane Bischoff vom Zeit-Geschichte(n) e.V. und Michal Saar Bleiweiß statt.
Um 15 Uhr lädt das Stadtmuseum Halle in Kooperation mit dem Zeitgeschichte(n)-Verein und weiteren Partnern in das Puschkino, Kardinal-Albrecht-Straße 6, ein. Dort werden die insgesamt fünf neuen Kurzfilme der Reihe „Stolpersteine – Filme gegen das Vergessen“ gezeigt. Nach der Vorführung findet ein Gespräch statt, in dem unter anderem die Filmschaffenden ihre Produktionen vorstellen.