3/4 der männlichen Internetnutzer in Sachsen-Anhalt kauften online ein

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Halle/StatLa. Im Zeitraum von Januar bis Juli 2025 nutzten 93,7 % der rund 1,6 Mio. Menschen im Alter von 16 bis unter 75 Jahren in Sachsen-Anhalt das Internet. 80,8 % von ihnen haben das Internet schon einmal für Online-Einkäufe genutzt. Darunter waren 38,0 % zwischen 25 und 44 Jahre alt und 35,4 % waren im Alter von 45 bis 64 Jahren. Bei den Frauen haben 85,2 % der Internetnutzerinnen online eingekauft, wobei 60,9 % von ihnen auch Online-Einkäufe innerhalb der letzten 3 Monate vor dem Befragungszeitraum getätigt hatten. Bei den männlichen Internetnutzern haben 76,4 % schon einmal im Internet eingekauft, bei 55,2 % von ihnen lag der Zeitpunkt des letzten Online-Einkaufs in den letzten 3 Monaten vor der Befragung.

Betrachtet man die verschiedenen Aktivitäten zu privaten Zwecken, für welche das Internet innerhalb der letzten 3 Monate vor dem Berichtszeitraum genutzt wurde, stand das Senden oder Empfangen von E-Mails an 1. Stelle: 89,6 % der Internetnutzenden gaben diese Aktivität an. An 2. Stelle stand mit 81,9 % das Durchführen von (Video-)Telefonaten, gefolgt von der Suche nach Informationen über Waren und Dienstleistungen mit 76,4 %. Zu den häufigsten Online-Aktivitäten im letzten Vierteljahr zählten des Weiteren Online-Banking (einschl. mobiles Banking) mit 63,0 % oder auch die Beteiligung an sozialen Netzwerken (51,7 %).

Etwas mehr als die Hälfte (51,1 %) der Internetnutzenden suchte zu privaten Zwecken online den Kontakt zu Behörden oder öffentlichen Einrichtungen. Dabei lag das Hauptaugenmerk, mit einem Anteil von 75,5 %, am häufigsten auf der Suche nach Informationen über z. B. Dienstleistungen, Geld- oder geldwerte Leistungen oder Ansprüche sowie zu Gesetzen oder Öffnungszeiten allgemein. Am zweithäufigsten (62,7 %) wurden die Internetauftritte oder Apps zur Terminvereinbarung oder Reservierung genutzt.

Beim Surfen im Internet stoßen Internetnutzende auch auf Falschinformationen, sogenannte „Fake News“. Knapp 2/5 (38,2 %) der Internetnutzenden fanden auf Webseiten oder Social-Media-Plattformen Informationen vor, die nach eigener Einschätzung unwahr oder unglaubwürdig waren.

Die Angaben basieren auf der Erhebung zur Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) in Privathaushalten. Bei dieser europäischen Erhebung gelten in allen Mitgliedstaaten der Europäischen Union einheitliche Definitionen sowie methodische Mindeststandards. Seit 2021 ist diese Erhebung in den Mikrozensus integriert. Hierbei beantworteten die Befragten im Zeitraum März bis Juli 2025 neben den mit Auskunftspflicht versehenen Grundfragen des Mikrozensus auf freiwilliger Basis weitere Fragen zu ihrer Internetnutzung. Zu diesem freiwilligen Teil befragt werden Personen im Alter von 16 bis 74 Jahren.