Kriege und steigende Energiepreise: Land rechnet mit geringeren Steuereinnahmen

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Magdeburg. MF. Der Arbeitskreis Steuerschätzungen erwartet eine schwächere Entwicklung der Steuereinnahmen im Land. Ursächlich hierfür sind vor allem die infolge des Krieges im Nahen Osten eingetrübten weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und gestiegenen Energiepreise. Diese Faktoren haben jüngst zu einer Korrektur der Wachstumsaussichten geführt.

Die verhaltene konjunkturelle Entwicklung schlägt sich auch in den Einnahmen der öffentlichen Haushalte nieder. Für den Landeshaushalt in Sachsen-Anhalt bedeutet das rund 240 Mio. Euro Mindereinnahmen gegenüber der Schätzung aus dem Oktober 2025. Für die Jahre 2027 und 2028 wird jeweils ein Einnahmerückgang von rund. 260 Mio. Euro erwartet. Auch die Gemeinden in Sachsen-Anhalt müssen mit geringeren Steuereinnahmen rechnen. Für das Jahr 2026 wird ein Minus von 29 Mio. Euro prognostiziert, für 2027 ein Rückgang von 34 Mio. Euro und für 2028 von 37 Mio. Euro.

Finanzminister Michael Richter: „Die Zahlen der jüngsten Steuerschätzung zeigen, dass die strukturellen Rahmenbedingungen für wirtschaftliches Wachstum in Deutschland dringend verbessert werden müssen. Das aktuelle weltpolitische Umfeld darf kein Grund sein, Reformen zu verschieben. Die externen Belastungen zeigen vielmehr, wie notwendig eine strukturelle Stärkung des Wirtschaftsstandortes ist. Sonst wird es uns nicht gelingen, staatliche Ausgaben im bisherigen Umfang dauerhaft zu finanzieren.“