Energieverbrauch der Industrie in Sachsen-Anhalt im Jahr 2022 gesunken

Kraftwerk
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Halle. StatLa. Das Verarbeitende Gewerbe in Sachsen-Anhalt hat 2022 rund 7,2 % weniger Energie verbraucht als ein Jahr zuvor. Wie das Statistisches Landesamt mitteilt, war der Rückgang damit geringer als im Bundesdurchschnitt (-9,1 %). Den stärksten Rückgang aller Bundesländer verzeichnete der Stadtstaat Hamburg (-16,7 %). Rückgänge des Energieverbrauchs wurden für fast alle Bundesländer ermittelt, nur in Thüringen stieg der Energieverbrauch um 4,8 %.

Innerhalb Sachsen-Anhalts wurde für die Industrie im Saalekreis 2022 mit einem Plus von 6,1 % der höchste Anstieg des Energieverbrauchs aller kreisfreien Städte und Kreise des Landes gegenüber dem Vorjahr registriert. Außer im Landkreis Stendal mit einem Plus des Verbrauchs von 3,3 % ging in allen anderen Landkreisen und kreisfreien Städten der Verbrauch zurück.

Am stärksten sank der Energieverbrauch in den Betrieben des Verarbeitenden Gewerbes um 29,9 % im Landkreis Wittenberg. Deutschlandweit wies der Saale-Orla-Kreis in Thüringen den höchsten Anstieg (+52,9 %) auf. Dagegen hat sich der Energieverbrauch der Industrie im baden-württembergischen Stadtkreis Heidelberg deutschlandweit mit einem Minus von 69,4 % am stärksten verringert.

In der Regionaldatenbank Deutschland lassen sich die Energieträger Kohle, Heizöl, Erdgas, erneuerbare Energien, Strom, Wärme und sonstige Energieträger vergleichen. 2022 hatte Erdgas bundesweit mit 27,7 % den größten Anteil aller in der Industrie eingesetzten Energieträger; Strom (21,4 %) und Kohle (15,3 %) folgten auf den Plätzen 2 und 3. In Sachsen-Anhalt hatte ebenfalls Erdgas mit 34,8 % den höchsten Anteil; es folgten Strom (15,4 %) und Kohle (9,4 %).