Neue Sonderausstellung im Schloss Merseburg

Foto: Landkreis Saalekreis.

„Naturschätze bewahren. Europäisches Naturerbe im Saalekreis und in Halle“ 

Merseburg/LKS. Vom 21. März 2026 bis zum 31. Mai 2026 präsentiert das Kulturhistorische Museum Schloss Merseburg gemeinsam mit dem NABU Halle/Saalkreis e. V. und dem NABU Merseburg-Querfurt e. V. eine neue Sonderausstellung. Erstmals widmet sich eine Schau im Kulturhistorischen Museum einem naturkundlichen Thema. Sie stellt die bedeutenden Naturräume des Saalekreises und der Stadt Halle (Saale) sowie sehr seltene und schützenswerte Tier- und Pflanzenarten vor. Die Ausstellung präsentiert Methoden und Erfolge der Naturschutzarbeit vor Ort und möchte zum besseren Naturverständnis beitragen.

Der Raum Halle – Merseburg gleicht mit seiner überraschenden Naturvielfalt einer wunderbaren Schatzkammer. Er ist aufgrund klimatischer und geologischer Bedingungen als auch unter menschlichem Einfluss entstanden. Charakteristisch für den Raum Halle (Saale) und den Saalekreis sind kleinteilige naturräumliche Ausprägungen z. B.  an folgenden Orten:

  • Porphyrkuppen/-hügel bei Lettin – Niemberg – Landsberg – am Petersberg – Halle (Dautzsch).
  • Die Saalehänge zwischen Rothenburg und Wettin sind hinsichtlich ihrer Geologie besonders vielfältig.
  • Muschelkalkhänge bei Lieskau und Bennstedt sind besonders artenreich.

Die hiesigen Vorkommen von Lebensräumen wie Kalktrockenrasen und Steppenrasen sind von überregionaler Bedeutung und beheimaten sehr selten geworden Pflanzen-arten wie die Duft-Skabiose oder das Zierliche Brillenschötchen. Die Vielfalt der Pflanzenarten ist eine wesentliche Grundlage auch für den Reichtum der Tierwelt. Das Vorkommen seltenerer Insekten lässt sich in schöner Wechselwirkung beobachten.

Beeinträchtigt durch die aktuelle Landbewirtschaftung, wäre dieser Reichtum ohne regelmäßige Pflege jedoch stark gefährdet. Der NABU Halle/Saalkreis bemüht sich um den Erhalt dieser wertvollen Landschaften unter anderem durch Schafbeweidung.

Der NABU Merseburg-Querfurt tritt mit Projekten zum Artenschutz von Vögeln (Bienenfresser, Fluss-Seeschwalbe, Kiebitz) und Amphibien (Rotbauchunke), aber ebenso zum Erhalt und der Pflege der Lebensräume Auewiesen, Streuobstbestände und Trockenrasen hervor.

Als Originalexponate sind unter anderem historische Florenwerke, Pflanzenzeichnungen und Tierpräparate zu sehen.

Öffnungszeiten
täglich 10 bis 16 Uhr · ab 28. März täglich 9 bis 18 Uhr