Wirtschaftsministerium fördert Glasfaser-Ausbau in Stendal mit 4,4 Millionen Euro

Magdeburg. MW/LSA. Rückenwind für den Gigabit-Ausbau in Stendal (Landkreis Stendal): Um auch die letzten unterversorgten Gebiete in der Hansestadt mit Breitband-Internet zu erschließen, wurde heute ein Förderbescheid des Wirtschaftsministeriums in Höhe von rund 4,4 Millionen Euro überreicht. Damit finanziert die Stadt den Ausbau mit ultraschnellen Glasfaserverbindungen, von dem 400 Haushalte, rund 80 Unternehmen, 11 Schulen und weitere Einrichtungen (u.a. Flughafen Borstel und Diakoniewerk Wilhelmshof) profitieren. Den Zuschlag für den geförderten Breitbandausbau hat in einem EU-weiten Auswahlverfahren die Vodafone GmbH erhalten.

In Stendal ist bereits großflächig schnelles Internet verfügbar. Überall dort, wo Telekommunikationsunternehmen aus betriebswirtschaftlichen Gründen aber nicht eigenverantwortlich aktiv werden, wird der Ausbau vom Land Sachsen-Anhalt unterstützt. Die Fördermittel in Höhe von 4,4 Millionen Euro stammen aus dem Vermögen der Partei- und Massenorganisationen der ehemaligen DDR sowie aus Erlösen der Frequenzversteigerung 2015. Die Stadt Stendal beteiligt sich mit einem Eigenanteil von rund 493.000 Euro am Ausbau. Nach Abschluss der Arbeiten sind Übertragungsraten im Gigabit-Bereich möglich.

Hintergrund
Zur Ergänzung der Investitionen privater Netzbetreiber stehen in Sachsen-Anhalt bis 2020 rund 350 Millionen Euro zur Verfügung. Durch Kombination der Fördertöpfe von EU, Bund und Land beträgt der kommunale Eigenanteil höchstens 10 Prozent. Finanzschwache Kommunen können sogar 100 Prozent Förderung erhalten. Privathaushalte werden mit Download-Geschwindigkeiten von mindestens 50 Mbit pro Sekunde angeschlossen – Unternehmen in Gewerbegebieten erhalten symmetrische 100 Mbit pro Sekunde. Dieser so genannte NGA-Breitbandausbau ist ein wichtiger Zwischenschritt auf dem Weg hin zu gigabitfähigen Netzen, der in einigen Regionen des Landes – wie in Stendal – bereits jetzt beschritten wird.