AltersTraumaZentrum wurde erfolgreich zertifiziert

Halle. UKH. Das AltersTraumaZentrum des halleschen Universitätsklinikums und des Diakoniekrankenhauses Halle ist erfolgreich nach den Kriterien der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie zertifiziert worden. „Auf Grund der langjährigen Entwicklung der interdisziplinären unfallchirurgischen und geriatrischen Versorgungsleistungen an beiden Standorten besteht ein für die Region schon besonders weit entwickeltes alterstraumatologisches Behandlungsniveau mit gefestigten Netzwerkstrukturen“, heißt es im Bericht der Gutachter. Dr. Rüdiger Neef, der sich seit mehr als einem Jahrzehnt für die Alterstraumatologie einsetzt, sagt: „Wir sind über die Zertifizierung sehr glücklich, ist es doch ein Qualitätsnachweis für unsere Arbeit.“

Prof. Moesta, Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikum unterstreicht die Bedeutung der Alterstraumatologie: „Gerade im Alter ist es wichtig, den Menschen ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen.“ In der Alterstraumatologie könne dies bereits mit überschaubaren Mitteln erreicht werden. „Ich bin den Beteiligten aus UKH und Diakoniekrankenhaus für ihren jahrelangen, persönlichen Einsatz auf diesem Gebiet sehr dankbar.“

Die Auditoren loben besonders das spezielle Ärzte-Team auf der alterstraumatologischen Station des UKH, das Team an Physio- und Ergotherapeuten, die radiologische Diagnostik und die schnelle Versorgung von Knochenbrüchen.

Die Grundstruktur des Alterstraumazentrums des Universitätsklinikums Halle (Saale) besteht aus dem Department für Orthopädie, Unfall- und Wiederherstellungschirurgie mit der Abteilung für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie, dem Arbeitsbereich Geriatrie der Klinik für Innere Medizin I und der Klinik für Geriatrie und Geriatrische Tagesklinik im Diakoniekrankenhaus Halle. Die erste geriatrische Versorgung am Diakoniekrankenhaus Halle wurde schon im Jahr 1997 mit 20 Betten realisiert. Im Jahr 2006 konnte eine Gedächtnisambulanz, eine zusätzliche geriatrische Tagesklinik und eine eigenständige Klinik mit 30 Betten die Versorgung geriatrischer Patienten absichern. Mittlerweile verfügt die Klinik über 59 Betten. Die Historie des Alterstraumazentrums des Universitätsklinikums Halle (Saale) beginnt im Jahr 2008, als eine Trennung der beiden unfallchirurgischen Stationen bei hohem Bedarf an geriatrischer Behandlung erfolgte und eine Station mit “Spezielle Alterstraumatologie” gegründet wurde. In 2018 wurden 471 alterstraumatologische Patienten stationär mit der Abteilung für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie versorgt. Davon konnten 191 – etwa 40 Prozent – in die rehabilitative geriatrische Weiterversorgung in die Klinik für Geriatrie im Diakoniekrankenhaus Halle verlegt werden.