Deutscher Wetterdienst erfüllt seine Kernaufgaben trotz Corona-Krise

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Offenbach. DWD. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) kann trotz der weltweiten Corona-Pandemie seine zentralen gesetzlichen Aufgaben nach wie vor erfüllen. Dazu gehören vor allem die Warnung der Bevölkerung vor Wettergefahren, die Unterstützung des Katastrophenschutzes bei gefährlichen Wetterlagen und die Sicherung des Land-, Luft- und Seeverkehrs durch meteorologische Informationen und Beratungen. Prof. Dr. Gerhard Adrian, Präsident des DWD: „Unser wichtigstes Ziel ist, alle für die Daseinsvorsorge und den Betrieb der Infrastrukturen in Deutschland unverzichtbaren Aufgaben des DWD auch in der Corona-Krise rund um die Uhr zu erfüllen.“ Der DWD hoffe, dieses Ziel auch bei steigenden Zahlen kranker oder unter Quarantäne stehender Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erreichen zu können – durch flexiblen Personaleinsatz und die Priorisierung von Aufgaben sowie eine Anpassung betrieblicher Abläufe. Adrian: „Die Beschäftigten des Deutschen Wetterdienstes in ganz Deutschland haben in dieser außergewöhnlichen Lage die Ärmel hochgekrempelt. Das Team zeigt einen enormen Einsatz und die notwendige Flexibilität – obwohl das für viele Mitarbeitenden und ihre Familien sehr belastend ist. Ich bin deshalb optimistisch, dass wir unsere Aufgaben auch weiterhin erfüllen können.“

Beim DWD arbeiten – um das Ansteckungsrisiko zu minimieren und die Gefahr der Schließung von sicherheitsrelevanten Bereichen im DWD einzugrenzen –  bisher rund 750 der etwa 2300 Beschäftigten zeitweise oder ganz im Homeoffice. Der nationale Wetterdienst hat ein rund 500 Expertinnen und Experten umfassendes Notfallteam zusammengestellt, um zum Beispiel den 24stündigen Betrieb seiner umfangreichen Infrastruktur einschließlich Großrechenzentrum, der Wettervorhersagebereiche und vor allem der Flugwetterwarten an den wichtigsten deutschen Flughäfen sicher zu stellen. Ohne Wetterbeobachtung vor Ort müssten die Flughäfen schließen. Adrian: „Wir sind froh, dass bisher nur eine Handvoll Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Quarantäne sind.“ Mit der weiteren Ausbreitung der Epidemie in Deutschland dürfte die Personalsituation aber auch beim DWD schrittweise kritischer werden. Der DWD-Krisenstab bereitet sich bereits in Abstimmung mit dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur darauf vor. Falls Leistungen eingeschränkt werden müssten, wird der DWD seine Partner, Kunden und die Öffentlichkeit kurzfristig informieren.