Landesamt für Verbraucherschutz: Schadstoffe in Produkten des täglichen Lebens

Aktuelles

Halle. LAV/LSA. Das Landesamt für Verbraucherschutz Sachsen-Anhalt (LAV) stellt in Spielwaren und Gegenständen mit Körperkontakt gesundheitsschädliche Stoffe fest.

Das Labor des Landesamtes untersucht jährlich ca. 350 Proben an unterschiedlichsten Spielwaren, Textilien, Schuhen und Schmuck. Unter den im vergangenen Jahr vorgefundenen Substanzen waren verschiedene krebserregende Stoffe wie Benzol, polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe, primäre aromatische Amine, Cadmium oder Chrom(VI). Die Verwendung dieser Stoffe ist ebenso verboten wie der Einsatz der auch nachgewiesenen fruchtbarkeitsschädigenden Phthalatweichmacher und der hormonwirksamen Stoffe Bisphenol A und Nonylphenol. Zu den sonst noch nachgewiesenen Schadstoffen in Spielwaren und Gegenständen mit Körperkontakt zählten Nickel, Phenol, Benzophenon, Xylol und Dimethylformamid. Diese Stoffe können Allergien auslösen, innere Organe wie Leber und Nieren, das Blut oder das ungeborene Kind im Mutterleib schädigen.

In 5 %, also jeder 20ten Probe an Spielwaren und Gegenständen mit Körperkontakt, waren derartige Schadstoffe nachweisbar. Für den Verbraucher sind die meisten dieser Schadstoffe nicht zu erkennen. Einige der zu beanstandenden Produkte waren sogar mit Prüfsiegeln und Hinweisen wie „schadstoffgeprüft“ gekennzeichnet. Dies zeigt einmal mehr, dass eine effiziente Überwachung erforderlich ist, um derartige Produkte festzustellen und aus dem Verkehr zu ziehen.