Ein Tag zum Feiern: Hochschule Anhalt zeichnet Studierende aus

HSA. Am 16. Oktober 2019 werden im Rahmen der Feierlichen Immatrikulation der Köthener Informatikpreis und der IMT Preis 2019 vergeben. Der Preisträger Christopher Sterz wird vom An-Institut für Medizin und Technik der Hochschule Anhalt für seine hervorragende Leistung auf technisch-wissenschaftlichem Gebiet prämiert. Mia Schütz und Tobias Bergner überzeugten im Fachbereich Informatik und Sprachen und bekommen den Köthener Informatikpreis, der zur Hälfte vom An-Institut für Angewandte Informatik I@I gestiftet wurde, für ihre Abschlussarbeiten in dem Bereich Informationsmanagement bzw. Softwarelokalisierung überreicht. ​

Informationsmanager Tobias Bergner untersuchte in seiner Masterarbeit die Entwicklung und Usability-Bewertung (Bewertung der Nutzerfreundlichkeit) eines Sortierwerkzeugs. Im Auftrag der c-cron GmbH aus Sangerhausen nutzte er für die Entwicklung die Hard- und Software das Inkubator-Labors “User Experience und Resilienz“ des Fachbereichs Informatik und Sprachen. Mit den erhobenen Daten konnten vorhandene Usability-Probleme identifiziert und wertvolle Hinweise zu deren Behebung geliefert werden. Mit der erfolgreichen Durchführung der Usability-Evaluation ist zudem eine wichtige Transferleistung erfolgt. Es ist die erste derartige Evaluation, die von der c-cron GmbH, seinem jetzigen Arbeitgeber, bei der Anwendungsentwicklung eingesetzt wurde.

Mia Schütz überzeugte mit ihrer Masterarbeit im Studiengang Softwarelokalisierung die Jury und teilt sich den Köthener Informatikpreis 2019 mit Tobias Bergner. Sie hat ein Verfahren entwickelt, mit dem durch eine Reihe von Programmen Variablen in Oberflächentexten von Videospielen und anderen Computerprogrammen anhand linguistischer Regeln grammatisch korrekt gebildet und auf der Benutzungsoberfläche richtig dargestellt werden. Mia Schütz verbindet in ihrer Arbeit sehr gute übersetzerische Fähigkeiten mit algorithmischer Kompetenz und programmiertechnischen Fertigkeiten und demonstriert eindrucksvoll das Potential des interdisziplinären Aufgabengebiets der Lokalisierung.

Der Preisträger des IMT-Preises, Christoph Sterz, beschäftigte sich in seiner Bachelorarbeit mit den aktuellen Themenfeldern der autonomen Systeme. Im Rahmen des Projektes „Artificial Intelligence Car 360“ setzte er sich intensiv mit den Frameworks zur Anwendung von Künstlicher Intelligenz auseinander. Er hat sehr gute Erkenntnisse und Ergebnisse erzielt, die für die weiteren Forschungsaktivitäten außerordentlich nützlich sind und in das Projekt einfließen.

Die Preisträger freuen sich, ihre Auszeichnungen am Mittwoch um 19 Uhr in der Mensa Fasanerieallee, entgegenzunehmen. Die Preise sollen die Studenten motivieren und ein Zeichen für die gesellschaftliche Bedeutung von ingenieur-wissenschaftlichen Leistungen setzen. Unternehmen haben das Potenzial der Studiengänge bereits erkannt. Absolventen aus den Köthener Studienbereiche Informatik und Sprachen sowie Elektrotechnik, Maschinenbau und Wirtschaftsingenieurwesen sind gefragt. Preisträgerin Mia Schütz ist inzwischen als „Translation Engineer“ bei einem Lokalisierungsdienstleistungsunternehmen in Nordrhein-Westfalen beschäftigt und schwärmt: „Alles, was ich im Studium gelernt habe, kann ich perfekt in meinem Beruf einsetzen!“