Damit der Job nicht psychisch krank macht

Fachtagung will Gefährdungen deutlich machen und Lösungswege aufzeigen

AOK/LSA. Psychische Erkrankungen sind ein wachsendes Problem in der Arbeitswelt. Egal ob Burnout, Depression oder andere, die Umstände, die diese Entwicklung begünstigen gleichen sich: Über- oder Unterforderung im Beruf, Stress, schlechte Führung, Termin- und Leistungsdruck. Arbeitgeber können diese Risikofaktoren ausschalten oder zumindest minimieren.

Ende des Jahres 2013 wurde das Arbeitsschutzgesetz daher explizit um die Beurteilung psychischer Belastungen erweitert. Seitdem ist ein großer und unübersichtlicher Markt an Anbietern für Gefährdungsbeurteilungen psychischer Belastungen entstanden. Noch immer besteht Unsicherheit in den Betrieben und Organisationen, wie mit dem Thema verfahren werden soll und wie man zu Lösungen kommt.

„Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen – Gemeinsam zur Lösung“ ist der Titel einer vom Institut für Gesundheitsförderung und Prävention in Lebenswelten der Hochschule Magdeburg-Stendal gemeinsam mit der AOK Sachsen-Anhalt organisierten Tagung, in der das Thema praxisnah beleuchtet werden soll.

Termin: 30. September 2019

Ort: AMO Kulturhaus, Erich-Weinert-Straße 27, 39104 Magdeburg

Zeit: 9.30 Uhr bis zirka 17 Uhr

Kontakt und Anmeldung: www.h2.de/GBU

Hochrangige Referenten aus Wissenschaft und Praxis zeigen aus verschiedenen Perspektiven auf, wie eine Gefährdungsbeurteilung und die dahinter liegenden Prozesse aus Sicht von Führungskräften, Sicherheitsbeauftragten und Organisationsentwicklern gelingen können. Die Veranstaltung richtet sich an betriebliche Akteure – Führungskräfte, Personalverantwortliche, Personalvertretungen, Koordinationsbeauftragte für Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM).

„Mehr als zehn Prozent der Krankheitstage unserer Versicherten sind psychisch bedingt“, erklärt René Bethke, Leiter Gesundheitsmanagement der AOK Sachsen-Anhalt. Mit durchschnittlich 26 Krankheitstagen seien damit überdurchschnittlich hohe Ausfallzeiten verbunden. Das stelle nicht nur eine große Belastung für die Patienten dar, sondern bedeute auch einen enormen ökonomischen Schaden für die Betriebe. Nicht nur Unternehmen seien betroffen. Bei Mitarbeitern von Verwaltungen, Pflegeinrichtungen, Schulen und in anderen Branchen steige die Zahl der psychisch bedingten Krankheitstage ebenfalls stetig. Die AOK Sachsen-Anhalt setze daher gemeinsam mit den genannten Akteuren im Sinne des Gesetzes auf Prävention, um Gefährdungen für psychische Belastungen rechtzeitig zu erkennen und auszuschalten.