Bund finanziert neun Professuren an Uni Halle

Magdeburg/Halle. MW/LSA. Erfolg für die Martin-Luther-Universität: Im Bund-Länder-Programm zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses können in Halle insgesamt neun neue, so genannte „Tenure Track“-Stellen eingerichtet werden. Dieser zusätzlich geschaffene Weg zur Professur stärkt die Karriereperspektiven junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, indem sie bereits zu einem frühen Zeitpunkt die Aussicht auf eine dauerhafte Professur erhalten. Deutschlandweit werden insgesamt 1.000 zusätzliche „Tenure Track“-Stellen geschaffen, die bei entsprechender Bewährung nach spätestens sechs Jahren in eine Dauerprofessur umgewandelt werden. Der Bund investiert dafür bis 2032 insgesamt eine Milliarde Euro.

Wissenschaftsminister Prof. Dr. Armin Willingmann gratuliert: „Ich freue mich über den Erfolg der Universität Halle. Hochschulen sind dann attraktiv für kluge Köpfe, wenn sie auch gute Aufstiegschancen bieten. Karrierewege in der Wissenschaft sind aber noch zu selten planbar. Das ist ein echtes Hindernis, gerade im internationalen Wettbewerb um herausragende Nachwuchskräfte. Umso wichtiger ist es, dass mit den ‚Tenure-Track‘-Stellen jetzt auch an der Uni Halle ein neuer Weg beschritten wird. Dieses zusätzliche Karrieremodell ist daher auch im Entwurf für unser neues Hochschulgesetz vorgesehen.“

In Berlin sind heute die bewilligten Stellen der zweiten und letzten Förderrunde des „Tenure Track“-Programms bekannt gegeben worden. Antragsberechtigt waren Universitäten. Die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg war in der ersten Bewilligungsrunde 2017 mit allen sieben beantragten „Tenure Track“-Professuren erfolgreich – fünf davon sind bereits mit besonders qualifizierten Nachwuchswissenschaftlern besetzt. Für die anderen Stellen laufen die Verfahren.