Breite Beteiligung für ein Integrationskonzept

Magdeburg. MS/LSA. Das Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration hat den Startschuss für einen offenen Beteiligungsprozess gegeben, um ein Integrationskonzept für Sachsen-Anhalt auf den Weg zu bringen. Hintergrund ist die veränderte Einwanderungssituation der vergangenen Jahre in Sachsen-Anhalt. Sowohl Schutzsuchende aus Kriegs- und Krisenländern als auch europäische Zuwandernde kommen verstärkt nach Sachsen-Anhalt, um zu studieren, zu arbeiten und zu leben. Damit verändern sich die Anforderungen an eine gelingende Integrationsarbeit. „Mit einem breit angelegten Dialog möchten wir Kommunen, Migrantenorganisationen, Verbände und Engagierte in Sachsen-Anhalt in die Erarbeitung einbinden“, sagte Staatssekretärin Susi Möbbeck, Integrationsbeauftragte der Landesregierung Sachsen-Anhalt bei der heutigen Auftaktkonferenz in Magdeburg.

Bei drei weiteren Regionalkonferenzen in Dessau, Stendal und Halle arbeiten Teilnehmende die veränderten Bedarfe heraus und überführen sie in Handlungsansätze für das neue Integrationskonzept. Dazu angesprochen wurden Vertreter der Kommunalpolitik und Verwaltung, Kammern und Wirtschaftsverbände, kommunale Koordinierungsstellen und Beauftragte für Integration, Engagierte aus der Zivilgesellschaft, aus Vereinen, Schulen, Kitas, Seniorenverbänden, Integrationsnetzwerken und -bündnissen, Vertreter der Religionsgemeinschaften sowie Migrantenorganisationen.

„Sachsen-Anhalt ist auf Zuwanderung angewiesen und bleibt nur dann wirtschaftlich, kulturell und touristisch attraktiv, wenn wir Zugewanderte willkommen heißen, ihre Integration gut organisieren und das Zusammenleben gelingt. Das zukünftige Integrationskonzept soll der Landesregierung und den gesellschaftlichen Akteuren als integrationspolitische Orientierung für die kommenden Jahre dienen“, sagt Möbbeck vor dem Hintergrund neuer Herausforderungen bei der Planung und Steuerung der Integrationspolitik für Geflüchtete und Zugewanderte in Sachsen-Anhalt. „Angesichts der demografischen Entwicklung und des Fachkräftebedarfes der Unternehmen muss Sachsen-Anhalt noch stärker gezielt um Zuwanderung werben. Zugewanderte brauchen unbürokratische Beratung und Information, gut abgestimmte Deutschkurse und passgenaue Qualifizierung. Ein Integrationskonzept hilft, Hürden auf dem Weg nach Sachsen-Anhalt abzubauen“, sagt Möbbeck.