Hauptbahnhof Halle: Tatverdächtiger will Dienststelle nicht verlassen

Hauptbahnhof Halle (Saale)

Halle. Bundespolizei. Am Freitagvormittag, den 07. Mai 2021 wurde die Bundespolizei in Halle durch eine Zugbegleiterin um Unterstützung gebeten. In einem Intercityexpress, der auf der Strecke Frankfurt/Main – Halle (Saale) eingesetzt war, befand sich ein Mann ohne Fahrausweis. Nach Ankunft des Zuges am Hauptbahnhof Halle wurde der 25-jährige Reisende von einer Streife in Empfang genommen und die Zugbegleiterin bestätigte ihre gemachten Aussagen.

Der Eritreer wurde aufgrund der begangenen Straftat für die Identitätsfeststellung mit zur Dienststelle genommen. Bei der sich anschließenden Durchsuchung beleidigte er die eingesetzten Bundespolizisten. Nachdem seine Personalien feststanden, wurden sie im polizeilichen Fahndungssystem überprüft. Hierbei wurde bekannt, dass der Mann seit Anfang April 2021 unerlaubt in Deutschland aufhältig ist. Die zuständige Ausländerbehörde wurde darüber in Kenntnis gesetzt.

Ihm wurde erläutert, dass gegen ihn Strafanzeigen wegen der Leistungserschleichung, den Beleidigungen sowie des unerlaubten Aufenthaltes gefertigt werden. Nach Abschluss aller polizeilicher Maßnahmen wurde der Mann aus der Dienststelle entlassen. Er weigerte sich jedoch, dies zu tun. Trotz mehrmaliger Aufforderung sowie eines ausgesprochenen Platzverweises und eines Hausverbotes verblieb er vor Ort und entledigte sich aller soeben ausgestellter Dokumente der Bundespolizei. Zudem beleidigte er die Bundespolizisten mit ehrverletzenden Worten.

Letztendlich mussten die Einsatzkräfte einfache körperliche Gewalt anwenden, um den Tatverdächtigen aus der Dienststelle zu geleiten. Dabei sperrte er sich heftig und drehte sich gegen die Laufrichtung. Dieses Gebaren bringt den Mann weitere Strafanzeigen wegen Beleidigung, eines Hausfriedensbruchs sowie Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte ein.