Rückerwerb von zwei 1937 als „entartet“ beschlagnahmten Werken

Halle. KStM/LSA. Der Kulturstiftung Sachsen-Anhalt ist es gelungen, für das Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) zwei 1937 durch die nationalsozialistische Aktion „Entartete Kunst“ beschlagnahmte Werke zurückzuerwerben.

Es handelt sich um die Kohlezeichnung Marienkirche Halle I (1929) von Lyonel Feininger (1871–1956) und um das Aquarell Studie nach einem Baumstamm (um 1911) von Christian Rohlfs (1849–1938).

Beide zurückerworbenen Arbeiten weisen auf den Rückseiten die originalen Inventarnummern und Stempel des Museums auf, sodass die Provenienz unzweifelhaft belegt ist. Mit dem Rückerwerb dieser beiden Werke befinden sich nunmehr 17der 147 als „entartet“ beschlagnahmten Werke wieder in der Sammlung des Kunstmuseums Moritzburg Halle (Saale). Beide Werke sind ab 5. Dezember 2019 im Rahmen der noch bis 12. Januar 2020 laufenden Rekonstruktion der ersten Moderne-Sammlung des Museums unter dem Titel Bauhaus Meister Moderne. Das Comeback zu sehen.