Schweigeminute in den Schulen anlässlich der Ermordung des französischen Lehrers Samuel Paty

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Magdeburg. MB/LSA. Der 47-jährige Geschichts- und Geografielehrer Samuel Paty wurde am 16. Oktober 2020 in einem Pariser Vorort Opfer eines brutalen islamistischen Anschlags, nachdem er Anfang Oktober in seinem Unterricht über das Recht auf Meinungsfreiheit auch Mohammed-Karikaturen aus der Satirezeitschrift Charlie Hebdo gezeigt hatte. Um religiöse Besonderheiten wissend, hatte er vorher seinen Schülerinnen und Schülern freigestellt, den Blick abzuwenden, falls die Karikaturen sie beleidigen könnten.

„Aus der tiefen Verbundenheit mit der französischen Nation und in enger Freundschaft zu unseren französischen Partnern empfinden wir tiefes Mitgefühl mit den Angehörigen und der Schulgemeinschaft des Opfers“, so Bildungsminister Marco Tullner. „Der abscheuliche Anschlag hat sich gegen unsere europäischen Werte wie Frieden, Freiheit, Demokratie, Meinungs- und Religionsfreiheit gerichtet, die auch durch unsere Lehrerinnen und Lehrer in ihrer täglichen Arbeit vermittelt und gelebt werden. Ich bin dankbar dafür, dass sich unsere Lehrkräfte dieser täglichen Aufgabe stellen und die damit verbundenen Herausforderungen annehmen. Unsere Schulen müssen auch weiterhin als Orte der Aufklärung und des demokratischen Miteinanders bewahrt werden. Dafür setze ich mich nachdrücklich ein.“ 

Bildungsminister Tullner bittet alle Schulen im Land Sachsen-Anhalt, dem Aufruf des Bildungsministers der Französischen Republik, Jean-Michel Blanquer, zu folgen, der sich an alle Regierungen in Europa mit der Bitte gewandt hat, am 2. November 2020 um 11.15 Uhr in einer Schweigeminute des Opfers zu gedenken.

„Ich schließe mich dieser Bitte ausdrücklich an und rufe unsere Schulen dazu auf, mit diesem Gedenken ein gemeinsames starkes Zeichen für Mitgefühl, Solidarität und unsere freiheitlich-demokratischen Werte zu setzen“ so Tullner.